Lebenskunst

manchmal nehme ich morgens ganz wahllos eines der TagundTao-Hefte aus dem Regal und schlage irgendeine Seite auf.  Heute war es eine ziemlich aktuelle (finde ich), vom Juni 2009. Weshalb ich sie auch gerne mit euch teile.                                                                                                              Sabine

 

in einem Staat, in dem Zustände wie im Schlaraffenland herrschen, wäre Lebenskunst kein besonders gefragter Artikel. Angesichts der Krisen, die in diesen Monaten unsere Länder erschüttern, wäre die Verpflichtung an Jedermann, an einem staatlich verordneten Lehrgang in Sachen Lebenskunst teilzunehmen, vielleicht gar keine so üble Idee. Ein Kurs, in dem den Menschen die Lebensangst genommen wird, indem man sie ermutigt, ohne Rücksicht auf das Geschwätz der sensationslüsternen Medien, ihre Träume zu realisieren. Würde ein ganzes Volk nach einem solchen Lehrgang sein normales Konsumverhalten weiter kultivieren und sich seine Wünsche erfüllen, könnte die Krise gar nicht eskalieren. Aber weil dem Volk an Stelle eines Seminars in Lebenskunst einzig und ausschließlich Lebensangst gepredigt wird, so lange, bis die Gänsehaut nicht mehr weichen will, lösen diese verantwortungslosen Verkünder des Unglücks exakt jene verhängnisvolle Entwicklung aus, die sie für die Zukunft in Aussicht stellen. So unfähig ist der Mensch nun einmal, sobald er als Masse gefordert ist. Die Natur, oder meinetwegen die Evolution, hat den Homo Sapiens offensichtlich nicht mit der Gabe ausgestattet, Krisen intelligent zu begegnen. Ich glaube nicht, dass die Masse dies jemals lernen wird. Als Laotse seine Sprüche schrieb, hatten die Menschen im antiken China gewiss nicht viel zu lachen (ob das heute viel besser ist, erscheint mir fraglich). Die Lebenskunst des Tao te king war wie ein eingeschriebener Brief an Individualisten adressiert, an jene Menschen, die sich aus den Strömungen der Zeit und der anonymen Masse herauslösten und ihren eigenen Weg, die DEN WEG gingen. Sie befinden sich heute in einer ähnlichen, vielleicht sogar in der gleichen Situation wie einst die ersten Menschen des WEGES. Sie stehen vor der Wahl, sich entweder von der allgemeinen Panik vollends aus den Geleisen Ihres vertrauten Verhaltens hebeln zu lassen – oder aber sich auf eine Lebenskunst zu besinnen, die, unberührt von den Zeitläufen und ihren Verschiebungen, nichts von ihrer Magie eingebüßt hat.

Untersuchen wir doch den Begriff Lebenskunst im Hinblick auf seine Brauchbarkeit in Krisenzeiten ein wenig. Kunst kommt von Können, ein Mensch, der Lebenskunst praktiziert ist folglich jemand, der sein Metier beherrscht. Jedes Handwerk hat sein Lehrprogramm und bringt Meister hervor, die wiederum anderen durch Belehrung zu Meisterschaft verhelfen. Manche Könner sind Naturtalente, andere wieder, die Mehrheit, verdanken ihr Können intensivem Lernen, und einer Fülle von gesammelter Erfahrung. Wäre Lebenskunst ein Lehrberuf, träfen die hier beschriebenen Kriterien auch auf den Lernstoff zu, den uns Männer wie Laotse oder Chuang tzu liefern. Dann würden Meister gebraucht, wie beim Zen-Buddhismus, die selbst bei anderen Meistern in die Lehre gegangen waren, bevor sie selber ein Kloster oder eine Schule leiten durften. Zum Glück kann man aus dem Taoismus keinen Beruf machen. Natürlich kann er gelehrt werden. Aber er braucht keine Meister, die unter Berufung auf einen höheren Auftraggeber ihres Amtes walten. Das Schöne an der taoistischen Philosophie – und für viele suchende Menschen auch das am meisten Irritierende – ist die Tatsache, dass Einführungen in das Wesen des taoistischen Denkens einzig als Wegweiser funktionieren, als behutsame Hinweise auf die Richtung, die ein Mensch einschlagen sollte, der den WEG sucht. Niemand beruft Sie, es findet keine Wahl statt, in der eine „Höhere Macht“ mit dem Geistfinger auf Sie weist und Sie auffordert, ihr nachzufolgen. Und natürlich fehlen jene Leute, deren fleischlicher Finger auf Sie deutet und die sich als Statthalter dieser Macht auf Erden ausgeben. Nichts von alledem gibt es in der reinen Lehre vom Tao. Der Mensch ist absolut auf sich selbst gestellt. Er hat die Chance, einen Meistergrad in Lebenskunst zu gewinnen – aber den muss er sich ohne fremde Hilfe, allein aus sich heraus, erarbeiten.

Allen Aussagen zum Trotz wohnt in der Tiefe des menschlichen Bewusstseins eine Keimzelle, aus der sein Geist die Impulse zu echter Lebenskunst gewinnen könnte, wenn er diese Zelle nur entdecken würde. Die Problematik besteht nicht in der Frage, ob denn jeder so etwas in sich trägt – das Problem sind die unzähligen falsch aufgestellten Überzeugungen zu diesem Phänomen. Entgegen aller Logik sind es gerade die Theorien vieler so genannter Meisterschulen der Lebenskunst, welche dafür sorgen, dass diese Keimzelle grundsätzlich missachtet wird. Sie wird überlagert vom Lärm und vom Ringen, dem Problem des Lebens mit Methoden beizukommen. Jedes System zur Förderung der Lebenskunst wird zum Totengräber für die in dieser metaphorischen Keimzelle schlummernde wirkliche Kunst, dem Leben intelligent und kraftvoll zu begegnen. Sie können diesem Keim des Wohlseins in sich nur auf eine einzige Weise begegnen: indem Sie auf alle Theorien in Sachen Lebenskunst verzichten. Indem Sie sich allen diesbezüglichen Einflussnahmen verweigern. Indem Sie nichts davon, absolut nichts, glauben, geschweige, es befolgen. All dieser so schön anmutenden Verheißungen für ein besseres Dasein beraubt, bleibt in Ihnen nichts als Leere zurück. Und Einsamkeit. Sie sind allein mit sich in Ihrem Mikrokosmos von Sorgen und Herausforderungen. Doch in dieser scheinbaren inneren Wüstenlandschaft rühren sich die Impulse, die sich Ihnen aus dem Urgrund der Dinge mitteilen. Den Keim in sich entdecken und ihn in der Stille absoluten Alleinseins wie ein zartes Pflänzlein zu hegen und zu pflegen – das ist der Weg zur Meisterschaft in Sachen Lebenskunst.

 

                                            

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Ein gläubiger Taoist

ich habe gerade ein bisschen in den TagundTaoheften geblättert – zum Arbeiten ist es zu heiß – und der folgende Artikel von Theo hat mich angesprochen.  Sabine

Ein gläubiger Taoist ist das Gleiche wie ein gläubiger Christ oder ein gläubiger Buddhist. „Aber die Inhalte sind doch verschieden!“ werden Sie einwenden. Stimmt, die Inhalte schon – aber nicht die Methode, mit der ein Mensch gläubig eine Lehre in seinem Leben realisiert. Das Modell von Glaube und Nachfolge ist bekannt. Ein Mensch begegnet einer Lehre, er wird mit ihr durch Propaganda von Tür zu Tür bekannt gemacht, forscht in Büchern und sucht anschließend Gemeinschaften auf, die sie praktizieren oder er gerät durch Zufall auf die Spur einer Religion, die ihn anspricht. Unabhängig davon, wie eine erste Begegnung zustande kommt, die weitere Entwicklung folgt bestimmten Regeln. Falls Sie es schon einmal probiert haben, erinnern Sie sich: Man liefert Ihnen die Geschichte der Religion oder Religionsphilosophie, macht Sie mit den Personalien der Gründergestalt vertraut, vermittelt Ihnen die Botschaften, deren Absender das Höchste ist – und nicht zuletzt werden Sie mit den Spielregeln der Gemeinschaft bekannt gemacht. Sie haben die Wahl, das ganze Bündel des Angebotes anzunehmen und alles zu glauben, was man Ihnen serviert oder Weiterlesen

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Urlaub für Kurzentschlossene im Piemont

Banksia Lutea mit Iris und Ceanotus

 

Es ist schon lange Frühling im Piemont, und die Rosen fangen an zu blühen. Die Banksia Lutea ist immer die erste. Theo hat sie als kleines Pflänzchen an den Abhang vor dem Hof gepflanzt, jetzt ist sie ein riesiger Busch geworden.              Ein lieber Gast hat schöne Fotos gemacht und sie mir überlassen.

Auf den Wiesen blühen die wilden Orchideen und in 6 Wochen wird es die ersten Kirschen geben. Aber es ist noch nicht so heiß wie im Sommer, man kann noch problemlos wandern oder mal ans nahe Mittelmeer fahren. Oder einfach nur unter der Palme liegen und die Ruhe genießen.       

In der ersten Maihälfte ist noch eine Wohnung frei und wartet auf Gäste. Und natürlich gibt es wie immer auch die Möglichkeit zum Töpfern, Musizieren oder Tao-Gespräche führen.

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Das Tao der Selbstfindung

seit kurzem gibt es beim Verlag „die Silberschnur“ eine neue Ausgabe von Theos Buch „Das Tao der Selbstfindung“.

Eigentlich sollte der Titel heißen „Werden Sie endlich erwachsen!“ Aber der Verlag, bei dem der Erstdruck erschien, fand den Titel zu negativ. Theo und ich konnten das zwar nicht nachvollziehen und fanden den neuen Titel ziemlich doof, aber Verlage sitzen nun mal am längeren Hebel. Aber Theo hat auch diesen Bereich taoistisch gesehen und fand, es würde schon irgendwo einen Sinn haben.

Wer also das Buch noch nicht kennt, hier ist es. http://www.silberschnur.de/artikeldetails/kategorie/Neues_Bewusstsein/artikel/das-tao-der-selbstfindung.2099.html

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Die Weisheit des Laotse

Theo hat in seiner Zeitschrift TagundTao viele der Sprüche Laotses kommentiert. Hier ist der 42.

Das Tao erzeugt die Eins.
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle
und streben nach dem Licht,
und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie

 
Laotse skizziert im 42. Spruch in wenigen Sätzen die Schöpfungsgeschichte. Sie ist allerdings nur erkennbar, wenn man davon ausgeht, dass das Universum nicht wie es in der Bibel steht, Stück für Stück von einem recht menschenähnlichen Schöpfer erschaffen wurde, der dann zum Schluss, sozusagen als Krönung, nach seinem Ebenbild uns Menschen in die vorgefertigte Welt setzte. Wenn wir hingegen Stephen Hawkings These vom Universum in der Nussschale akzeptieren, dann waren alle Dinge – die Taoisten sagen Die zehntausend Dinge dazu – am Anfang hoch komprimiert als schiere Energie in einem vielleicht nur erbsengroßen Kern enthalten. Wo dieser allerdings herkam, darüber schweigt die Theorie. Vielleicht waren es die komprimierten Reste einer älteren schöpferischen Versuchsreihe, wer weiß. Laut Laotse hat sich das Universum im Verlauf der Evolution selbst organisiert. In der Rubrik Buchtipp werde ich Ihnen eine Arbeit von Professor Hermann Haken vorstellen, die sich umfassend mit Synergetik, der Lehre vom Zusammenwirken befasst. Haken legt darin die Formel offen, wie die Zehntausend Dinge der Taoisten sich selbst organisieren, unabhängig davon, ob es sich um unbelebte Phänomene wie Steinformationen, um animalische Lebensformen oder um den Menschen selbst samt seinen soziologischen Verhaltensmustern handelt.  Wer sich vorurteilslos mit solchen Aussagen befasst, deren Glaubwürdigkeit für mich (mit einigen Ausnahmen) außer Frage steht, beginnt zu ahnen, dass wir von Laotse ebenso wie von der Wissenschaft mit einer Ursprungstheorie konfrontiert werden, die keine Ähnlichkeit mehr mit unseren alten Grundannahmen hat. Wenn Sie sich mit der Vorstellung eines Universums anfreunden, das sich bis zurück zum Urknall mit allen seinen Erscheinungen selbst, und vielfach frei nach Darwin nach dem Zufallsprinzip organisiert hat, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, ob dieses Etwas, das sich hinter dem Sicht- und Erlebbaren hypothetisch befinden müsste, in der gesuchten Form womöglich gar nicht existiert, weil es im Wahrgenommenen bereits implizit ist. Wäre es nicht vorstellbar, dass die von den Religionen in Glaubenslehren verwandelten Resultate der Evolution bereits die Antwort selbst sind? Was bedeuten würde, dass Kernphysiker mit der Beschreibung subatomarer Versuchsreihen zugleich den Ursprung definieren würden, mit dem sie zu allem Überfluss auch noch identisch sind. Weiterlesen

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Nicht mehr arbeiten müssen


…..und noch eine seltenfröhliche Geschichte:

 „Hornschröder hat sich eine Finka auf Mallorca gekauft“, sagte Seltenfröhlich. „Der Bursche ist knapp über fünfzig und hat beschlossen, nie mehr zu arbeiten.“ „Wenn er das Geld dazu hat, warum nicht“, antwortete Isolde. „Manchmal wünsche ich mir auch, ich könnte mein kleines Geschäft aufgeben und hätte ein bisschen mehr Freiheit.“ „So einen Anfall habe ich durchschnittlich jede zweite Woche, wenn ein Auftraggeber wieder mal Ärger macht. Vor allem, wenn abends dann Hansjürgen anruft und erzählt, wie toll es in Karlsbad war.“ „Hansjürgen ist Rentner“, wandte Isolde ein, „den haben sie zwar einige Jahre zu früh auf die Gnadenweide geschickt, aber nach einem Leben voller Arbeit steht ihm das Vergnügen, auf Reisen zu gehen und sich Badekuren zu leisten, zu.“ „Meinetwegen, er war ja zeitlebens in einem untergeordneten Angestelltenverhältnis und konnte sich nie nach Wunsch und Willen bewegen. In dieser Beziehung haben wir beide, jeder mit einem freien Beruf, weniger zu klagen. Bei mir ist es mehr der Verdruss beim Umgang mit meinen Mitmenschen, der mich manchmal wünschen lässt, ich wäre das alles los.“ Weiterlesen

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Zum neuen Jahr

Der unten stehende Text ist der Leitartikel aus dem Januarheft des letzten Jahrgangs von TagundTao.  Ich denke, er ist noch genauso aktuell wie vor 5 Jahren – die Jahreszahlen müßt ihr euch eben umdenken 😉                                                                                                     Sabine

Liebe Leserin, lieber Leser,

in den 50er Jahren erschien damals das Buch Blick zurück im Zorn von John Osborne. An den Titel erinnerte ich mich, als ich mit der Niederschrift des heutigen Leitartikels begann. Ein neues Jahr steht vor der Tür und wartet auf unsere Reaktionen. Wir haben auf das alte zurückgeblickt, und ich frage mich, in welchemMaß dieser Rückblick im Zorn geschehen ist. Und falls er im Zorn stattfand, gegen wen hat sich dieser Zorn gerichtet? Gegen uns, weil wir falsch entschieden, weil wir uns eines Problems nicht gründlich genug angenommen haben? Weil wir in unseren Beziehungen zu wenig Interesse und Mitgefühl walten ließen? Oder richtet sich unser Zorn gegen andere Menschen, die schuld daran sind, dass uns im abgelaufenen Jahr einiges misslungen ist? Gilt unsere Aggression dem Zusammenwirken bestimmter Lebensumstände, gewisser Ereignisse, auf die wir keinen Einfluss hatten, denen wir aber voller Inbrunst die Schuld an allem geben, was im Jahr 2011 an Vorhaben aus dem Ruder gelaufen ist? Wie stark war unsere Rückschau auf das alte Jahr narzisstisch besetzt, wie heftig der Drang, unsere schwächlichen bis falschen Entscheidungen allen möglichen Schuldigen anzulasten – nur nichtuns selbst?

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Der Weihnachtskartenspruch

Allen Blog-Leserinnen und Lesern wünsche ich ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr!

Ich habe euch eine kleine Weihnachtsgeschichte mitgebracht, ein Gespräch zwischen Seltenfröhlich und Isolde, ein bisschen lustig, ein bisschen ernst 😉

„Was liest du da“, fragte Isolde und schaute Seltenfröhlich über die Schulter.„Emerson, Essays. Der Mann hat mit seiner Philosophie den Nagel auf den Kopf getroffen. Hör dir nur diesen Spruch an: Ein paar deiner Wunden heilten, die tiefsten hast du überlebt. Doch vorm Übel, das niemals eintrat, hast du in Folterqual gebebt.“„Wie treffend. Und was willst du mit dem Spruch anfangen? Ihn auf Birkenholz gebrannt an die Wand nageln, übers gutbürgerliche Sofa, wo beim gewöhnlichen Volk der Hirsch am Waldrand hängt?“ Seltenfröhlich schnitt ein beleidigtes Gesicht. „Pfui, was soll die Polemik. Der Text hat es in sich, er ist wahr und was er aussagt, passiert jedem. Ich suche einen Spruch für unsere diesjährige Weihnachtskarte. Weiterlesen

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Heute vor 3 Jahren ist Theo gestorben.                                                                                         Auf dem Foto sitzt er an seinem 80. Geburtstag vor einem Café in Albenga, das wir zufällig entdeckt hatten.  Und ich mußte ihn natürlich unbedingt unter dem Schild des „heiligen Theodor“ fotografieren.                                                                                                                          Sabine

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Urlaubsplanung für 2017?

Nein, einen Frühbucherrabatt gibt es bei mir nicht, genauso wenig wie eine Lastminute Ermäßigung. 😉  Aber wer  2016 schon für 2017 bucht, braucht die Anzahlung erst im Januar 2017 zu bezahlen und nicht gleich bei der Reservierung. Und Ostern, Pfingsten und Juli/August werden wie jedes Jahr früh ausgebucht sein.

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Im letzten Sommer gab es wie immer viele Gäste, die die Ruhe auf La Costa genossen haben, die aber auch viel unterwegs waren, um die Sehenswürdigkeiten der Region anzuschauen,

die einen Tag am Meer theos-81-006

und an der Blumenriviera verbracht haben

 

 

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oder in den Seealpen gewandert sind.

 

 

 

Manche bringen ihre Räder mit und machen die tollsten Touren, was ich immer sehr bewundere. Einige Gäste haben die Zeit für einen Italienisch Kurs genutzt,

fluegel-004andere haben entdeckt, dass sie gerne mal wieder Klavier spielen würden,

 

 

 

 

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und viele verbringen Stunden in der Töpferwerkstatt. Da entstehen dann so wunderbare Sachen, die auch wieder einen Bezug zum Tao herstellen.

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Und wie oft sitze ich mit Gästen hier und wir unterhalten uns über den Taoismus.

Und natürlich genießen alle meine Gäste die wunderbare Küche der Langa und die weltberühmten Weine. Aber auch die anderen Produkte der Region wie die ganz besonderen Haselnüsse, geröstet, als Torte oder als Nussmus, die schwarzen und weißen Trüffel, die hier wachsen, den Murazzano-Käse

Bienen 001oder den Bio-Honig der Bienen hinter meinem Haus.

 

 

 

 

titus-013Selbst Kinder finden es ganz schön bei uns, was nicht nur an der Töpferwerkstatt liegt, sondern auch an den Hunden und Katzen,die immer zum Spielen bereit sind.

 

 

 

kuscheln-001Ich bereite mich jetzt erstmal auf die Winterruhe vor, aber bis es wirklich ruhig wird,  sind noch viele Arbeiten auf dem großen Gelände zu erledigen. Wenn dann der erste Schnee fällt, sitzen wir alle um den Kamin rum

 

 

und freuen uns auf das nächste Frühjahr und unsere Gäste.

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Han Shan

Theo hat zum Schluß seiner Seminare immer einige Gedichte von Han Shan und Wang Wei vorgelesen. Hier ist eines von Han Shan.

Vor dreißig Jahren kam ich auf die Welt                                                                                  Immer auf Wanderschaft, tausend – zehntausend Meilen                                                     Reiste vom grasgesäumten Yangtsekiang                                                                                      Bis in den roten Staub des Grenzlandes im Norden                                                                    Ich braute Elixiere, suchte vergebens nach Unsterblichkeit                                             Studierte Schriften und rezitierte die Geschichtswerke                                               Heimgekehrt heute zum Han Shan                                                                                              Bette den Kopf ich auf dem Strom und wasche meine Ohren

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Das Leben selbst ist der Sinn.

In jeder beliebigen Buchhandlung stehen meterweise Bücher, die sich mit Lebenshilfe befassen. Das Spektrum reicht von der populären Psychologie bis hin zu Ratschlägen, wie man außersinnliche Fähigkeiten entwickelt. Jede Religion ist mit ihrer Lehre vertreten. Sie haben gegebenenfalls die Wahl zwischen der harten Linie eines bekennenden Glaubens, der schamanenhaften Mystik exotischer Lehren und Philosophien über Seelenwanderung. Jahrtausende währt die Suche nach der Wahrheit über die menschliche Existenz.

Fatalerweise schlummert in jedem Menschen die Fähigkeit, von sich aus die Wahrheit herauszufinden – vorausgesetzt, er betrachtet sich ohne Berücksichtigung aller Informationen, allen erworbenen Wissens, so, wie er einst auf die Welt gekommen ist. Diesen Zustand wiederzufinden, glaube ich, wäre für jeden von uns von größter Bedeutung. Dann könnten andere auf Millionen bedrucktem Papier ihre kontroversen Behauptungen verbreiten – uns würde das nicht mehr anfechten. Was die Angelegenheit so unübersichtlich macht, ist die Unzahl der Interpretationen, der Aussagen darüber, welche Aufgabe dem Menschen vom Schicksal gestellt ist und wie er ihr mit welchem Endziel gerecht werden kann. Weiterlesen

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Das Streben nach Sicherheit

Da mich das Thema Sicherheit gerade sehr beschäftigt, habe ich diesen Text von Theo gefunden. Er stammt aus dem Buch „das Tao der Selbstfindung“ erschienen beim Verlag „Die Silberschnur“.                                                                                                                                                                                                                                                           Sabine

Leben und Natur sind zwei Worte für ein und denselben Vorgang.  Sie können in der Natur eine ungeheure Zahl von Entfaltungsmöglichkeiten beobachten, unübersehbar viel verschiedenen Arten zu leben – aber nirgendwo werden Sie Sicherheit, werden Sie Gewissheiten finden. Einzig in den Köpfen der Menschen gibt es die Illusion einer gesicherten Existenz, und diese Illusion wird durch das Denken erzeugt. Ihr Denken hat zu keinem Zeitpunkt verstanden, dass Sicherheit im Konzept der Evolution nicht vorkommt; Es ist eine Vokabel, vom menschlichen Verstand zur Beruhigung ängstlicher Gemüter erfunden. Die in einem anderen Zusammenhang bereits geschmähte Religion trägt nicht wenig zur Erhaltung der Illusion bei, indem sie ihren Anhängern Gewissheiten verheißt, die es tatsächlich nicht gibt. Sie brauchen, während Sie dies lesen, nicht um die Stabilität Ihrer Existenz zu bangen: keine Gefahr droht Ihrem Leben, wenn Sie einsehen, dass es abgesehen von Ihrer eigenen Lebensgestaltung, keine Garantien  gibt. Weiterlesen

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Cascina la Costa

für alle, die La Costa noch nicht kennen (und lieben 😉 hier der Film:

https://www.youtube.com/watch?v=KdG9cZ97AUI

ein paar Plätze sind im Sommer und Herbst noch frei, ich freue mich auf Gäste!  Vielleicht ja auch mit Tao-Gesprächen?                                                                                                              Sabine

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Jean Tinguely

da ich immer wieder nach Theos Seminaren gefragt werde, bringe ich euch heute eine seiner Semiaraufgaben:

Vor Jahren stand ich einmal vor einer Installation des Künstlers Jean Tinguely. Es handelte sich um ein gewaltiges Mobilé, bestehend aus Antriebsrädern unterschiedlichster Größe und Form. Sie waren durch Treibriemen, Ketten, exzentrische Gestänge, Kardanantriebe und alle möglichen weiteren mechanischen Verbindungen alle miteinander im Eingriff und bewegten sich, je nach dem Übersetzungsverhältnis mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vorwärts oder rückwärts drehend. Und inmitten dieses bizarren Regelwerkes von Transmissionen befand sich, auf einem Fahrradsattel sitzend, ein menschliches Gebilde. Die Puppe trat mit den Beinen Fahrradpedale und trieb so über die Kette ein Ritzel an, das in das große Räderwerk fest integriert war. Seine beiden Arme bewegten ein weiteres Fahrrad-Pedalrad, dem anstelle der Pedale zwei Handgriffe montiert waren. Auch dieses Rad war über Kette und Ritzel mit dem übrigen Räderwerk verbunden. Das mächtige Kunstwerk zeigte also einen Menschen, der mit Händen und Füßen strampelte und aktiv war. Von dieser Aktion ausgehend, bewegten sich alle Räder, Übersetzungen und Transmissionen des vielgestaltigen, mobilen Mikrokosmos mit. Weiterlesen

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