Urlaubsplanung für 2017?

Nein, einen Frühbucherrabatt gibt es bei mir nicht, genauso wenig wie eine Lastminute Ermäßigung. 😉  Aber wer  2016 schon für 2017 bucht, braucht die Anzahlung erst im Januar 2017 zu bezahlen und nicht gleich bei der Reservierung. Und Ostern, Pfingsten und Juli/August werden wie jedes Jahr früh ausgebucht sein.

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Im letzten Sommer gab es wie immer viele Gäste, die die Ruhe auf La Costa genossen haben, die aber auch viel unterwegs waren, um die Sehenswürdigkeiten der Region anzuschauen,

die einen Tag am Meer theos-81-006

und an der Blumenriviera verbracht haben

 

 

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oder in den Seealpen gewandert sind.

 

 

 

Manche bringen ihre Räder mit und machen die tollsten Touren, was ich immer sehr bewundere. Einige Gäste haben die Zeit für einen Italienisch Kurs genutzt,

fluegel-004andere haben entdeckt, dass sie gerne mal wieder Klavier spielen würden,

 

 

 

 

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und viele verbringen Stunden in der Töpferwerkstatt. Da entstehen dann so wunderbare Sachen, die auch wieder einen Bezug zum Tao herstellen.

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Und wie oft sitze ich mit Gästen hier und wir unterhalten uns über den Taoismus.

Und natürlich genießen alle meine Gäste die wunderbare Küche der Langa und die weltberühmten Weine. Aber auch die anderen Produkte der Region wie die ganz besonderen Haselnüsse, geröstet, als Torte oder als Nussmus, die schwarzen und weißen Trüffel, die hier wachsen, den Murazzano-Käse

Bienen 001oder den Bio-Honig der Bienen hinter meinem Haus.

 

 

 

 

titus-013Selbst Kinder finden es ganz schön bei uns, was nicht nur an der Töpferwerkstatt liegt, sondern auch an den Hunden und Katzen,die immer zum Spielen bereit sind.

 

 

 

kuscheln-001Ich bereite mich jetzt erstmal auf die Winterruhe vor, aber bis es wirklich ruhig wird,  sind noch viele Arbeiten auf dem großen Gelände zu erledigen. Wenn dann der erste Schnee fällt, sitzen wir alle um den Kamin rum

 

 

und freuen uns auf das nächste Frühjahr und unsere Gäste.

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Han Shan

Theo hat zum Schluß seiner Seminare immer einige Gedichte von Han Shan und Wang Wei vorgelesen. Hier ist eines von Han Shan.

Vor dreißig Jahren kam ich auf die Welt                                                                                  Immer auf Wanderschaft, tausend – zehntausend Meilen                                                     Reiste vom grasgesäumten Yangtsekiang                                                                                      Bis in den roten Staub des Grenzlandes im Norden                                                                    Ich braute Elixiere, suchte vergebens nach Unsterblichkeit                                             Studierte Schriften und rezitierte die Geschichtswerke                                               Heimgekehrt heute zum Han Shan                                                                                              Bette den Kopf ich auf dem Strom und wasche meine Ohren

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Das Leben selbst ist der Sinn.

In jeder beliebigen Buchhandlung stehen meterweise Bücher, die sich mit Lebenshilfe befassen. Das Spektrum reicht von der populären Psychologie bis hin zu Ratschlägen, wie man außersinnliche Fähigkeiten entwickelt. Jede Religion ist mit ihrer Lehre vertreten. Sie haben gegebenenfalls die Wahl zwischen der harten Linie eines bekennenden Glaubens, der schamanenhaften Mystik exotischer Lehren und Philosophien über Seelenwanderung. Jahrtausende währt die Suche nach der Wahrheit über die menschliche Existenz.

Fatalerweise schlummert in jedem Menschen die Fähigkeit, von sich aus die Wahrheit herauszufinden – vorausgesetzt, er betrachtet sich ohne Berücksichtigung aller Informationen, allen erworbenen Wissens, so, wie er einst auf die Welt gekommen ist. Diesen Zustand wiederzufinden, glaube ich, wäre für jeden von uns von größter Bedeutung. Dann könnten andere auf Millionen bedrucktem Papier ihre kontroversen Behauptungen verbreiten – uns würde das nicht mehr anfechten. Was die Angelegenheit so unübersichtlich macht, ist die Unzahl der Interpretationen, der Aussagen darüber, welche Aufgabe dem Menschen vom Schicksal gestellt ist und wie er ihr mit welchem Endziel gerecht werden kann. Weiterlesen

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Das Streben nach Sicherheit

Da mich das Thema Sicherheit gerade sehr beschäftigt, habe ich diesen Text von Theo gefunden. Er stammt aus dem Buch „das Tao der Selbstfindung“ erschienen beim Verlag „Die Silberschnur“.                                                                                                                                                                                                                                                           Sabine

Leben und Natur sind zwei Worte für ein und denselben Vorgang.  Sie können in der Natur eine ungeheure Zahl von Entfaltungsmöglichkeiten beobachten, unübersehbar viel verschiedenen Arten zu leben – aber nirgendwo werden Sie Sicherheit, werden Sie Gewissheiten finden. Einzig in den Köpfen der Menschen gibt es die Illusion einer gesicherten Existenz, und diese Illusion wird durch das Denken erzeugt. Ihr Denken hat zu keinem Zeitpunkt verstanden, dass Sicherheit im Konzept der Evolution nicht vorkommt; Es ist eine Vokabel, vom menschlichen Verstand zur Beruhigung ängstlicher Gemüter erfunden. Die in einem anderen Zusammenhang bereits geschmähte Religion trägt nicht wenig zur Erhaltung der Illusion bei, indem sie ihren Anhängern Gewissheiten verheißt, die es tatsächlich nicht gibt. Sie brauchen, während Sie dies lesen, nicht um die Stabilität Ihrer Existenz zu bangen: keine Gefahr droht Ihrem Leben, wenn Sie einsehen, dass es abgesehen von Ihrer eigenen Lebensgestaltung, keine Garantien  gibt. Weiterlesen

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Cascina la Costa

für alle, die La Costa noch nicht kennen (und lieben 😉 hier der Film:

https://www.youtube.com/watch?v=KdG9cZ97AUI

ein paar Plätze sind im Sommer und Herbst noch frei, ich freue mich auf Gäste!  Vielleicht ja auch mit Tao-Gesprächen?                                                                                                              Sabine

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Jean Tinguely

da ich immer wieder nach Theos Seminaren gefragt werde, bringe ich euch heute eine seiner Semiaraufgaben:

Vor Jahren stand ich einmal vor einer Installation des Künstlers Jean Tinguely. Es handelte sich um ein gewaltiges Mobilé, bestehend aus Antriebsrädern unterschiedlichster Größe und Form. Sie waren durch Treibriemen, Ketten, exzentrische Gestänge, Kardanantriebe und alle möglichen weiteren mechanischen Verbindungen alle miteinander im Eingriff und bewegten sich, je nach dem Übersetzungsverhältnis mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vorwärts oder rückwärts drehend. Und inmitten dieses bizarren Regelwerkes von Transmissionen befand sich, auf einem Fahrradsattel sitzend, ein menschliches Gebilde. Die Puppe trat mit den Beinen Fahrradpedale und trieb so über die Kette ein Ritzel an, das in das große Räderwerk fest integriert war. Seine beiden Arme bewegten ein weiteres Fahrrad-Pedalrad, dem anstelle der Pedale zwei Handgriffe montiert waren. Auch dieses Rad war über Kette und Ritzel mit dem übrigen Räderwerk verbunden. Das mächtige Kunstwerk zeigte also einen Menschen, der mit Händen und Füßen strampelte und aktiv war. Von dieser Aktion ausgehend, bewegten sich alle Räder, Übersetzungen und Transmissionen des vielgestaltigen, mobilen Mikrokosmos mit. Weiterlesen

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Gosos Stier

Stier 001Goso sagte: es ist wie ein Stier, der durch ein Fenster geht. Sein Kopf, seine Hörner, seine vier Beine sind alle durchgegangen, wie kommt es, dass sein Schwanz nicht hindurchgeht?

Das Bild zu diesem Koan hat Theo vor Jahren gemalt, es hängt in einer meiner Ferienwohnungen.                                                                                                                                     Wenn ihr über Pfingsten nichts Besseres zu tun habt, könnt ihr euch ja mal Gedanken über die Lösung machen 😉

Sabine

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Ferien vom Ich……

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……mit diesem Titel gab es im Mai 2013 einen Beitrag von Theo. Auch wenn ich persönlich finde, dass man vom Ich keine Ferien machen kann, weil man es dummerweise überall hin mitnehmen muss, stimmt natürlich alles, was er in diesem Beitrag schreibt immer noch. Bis auf die Gespräche mit ihm natürlich. Aber auch ohne ihn gibt es die Möglichkeit auf La Costa, dem Ich eine Chance zu geben, sich selber wieder zu finden, neue kreative Fähigkeiten auszuprobieren, Ton und Tao miteinander in Verbindung zu bringen oder eben „nur“ die Ruhe, die Nähe zur Natur, die italienische Lebensweise, das gute Essen und den piemontesichen Wein zu genießen. Sie könnten es ja einfach mal probieren!

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Philosophisches

heute möchte ich Euch einen kleinen Artikel zu lesen geben, der mich gerade besonders angesprochen hat. Theo hat ihn für das erste Heft von TagundTao im Mai 2005 geschrieben.                                                                                                                                                                                                                                                                                         Sabine

Du stehst hinterm Haus vor dem verwachsenen Zwetschgenbaum. Und überlegst. Führst ein Selbstgespräch, eben diesen Baum betreffend. Er bringt kleine bis winzige Früchte, eigentlich eher tapezierte Kerne. Im Weg steht er nicht, aber man könnte an den Platz etwas pflanzen, das entweder schöner aussieht oder bessere Früchte bringt. Du reflektierst über Sein oder Nichtsein des Baumes. Und du weißt nicht, was der Baum versteht. Ob er hören oder gar sehen kann oder ob er nur ein tumbes, seinen Reflexen lebendes Gewächs ist. Begreift der Baum deine Überlegungen, ob er weg von seinem Platz soll oder begreift er sie nicht? Und falls er begreift – fürchtet er dann um seine Existenz? Wie reagiert ein Baum, über dessen Fällen oder Nichtfällen jemand laut sinniert. Spürt er die Unschlüssigkeit, quasi den Zufallsgenerator, von dem sein Fortbestand abhängt? Könnte es nicht sein, dass jedes Lebewesen bis hin zur Amöbe, zum Grashalm oder zum neu geborenen Planeten über Bewusstsein verfügt, das nur wir Menschen in unserer Überheblichkeit als verschieden von dem unseren ansehen? Ist es nicht möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, dass dieses Bewusstsein mit unserem Grundgefühl ein Mensch zu sein, dem Gefühl des Vorhandenseins, des Werdens und Vergehens übereinstimmt?

 

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Wu Wei – Fragen und Antworten, Kapitel 12

Theos Geburtstag 007Heute vor 2 Jahren ist Theo gestorben. Auf dem Foto sitzt er am Strand vom Mittelmeer und genießt eine Zigarre zu seinem 80. Geburtstag.

Die Spiritualität im Tao

 Originaltext Wu wei: Nach allem, was Sie bis jetzt gelesen haben, werden Sie sich fragen, ob es über das beschriebene Leben ganz in der Ge­genwart hinaus noch mehr gibt. Eine Erfahrung, die sehr spi­rituell, sehr göttlich ist. Die gibt es. Im Grunde ist diese Er­fahrung der vollkommene Zustand des Lebens im Tao. Den Alltag bewältigen aus dieser neuen, unschuldigen Form sei­ner Betrachtung heraus bringt uns bereits eine Fülle von glückhaften Erlebnissen, auch wenn wir die Praxis des Tao nur unvollkommen beherrschen und uns von der alten Art zu leben immer wieder einholen und ablenken lassen. Es haftet diesem Dasein nichts Heiliges oder Frömmelndes an, keine sinnlichen Freuden werden verneint, nichts wird dem Men­schen des Tao untersagt. Ein Mensch, der sich an seiner eige­nen, tief verwurzelten Sittlichkeit orientiert, wird stets richtig handeln, es können keine Konflikte zwischen Spiritualität und Genuss auftreten.

Sie schreiben von der Spiritualität des Tao. Könnten Sie die Spiritualität näher definieren, von der die Rede ist?

Spiritualität. Wer das Wort hört oder es ausspricht, dem erscheint es klar in seiner Bedeutung zu sein. Man verbindet Spiritualität im Allgemeinen mit dem Religionsbegriff, was bereits vom Wortsinn her nicht unbedingt stimmt, denn laut Duden wird Spiritualität mit Geistigkeit übersetzt, Religiosität mit Gottesverehrung, Glaubensbekenntnis. Hinter allem steht die Sehnsucht des Menschen nach dem Silberstreif geistigen Fortbestandes und der Gunst höherer Mächte gegen die Unsicherheit seiner Existenz. Weiterlesen

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Wu Wei – Fragen und Antworten, Kapitel 10

Die Kunst des Loslassens

Originaltext Wu wei: Sie haben das Leben im Tao in dem Augenblick vollkommen verwirklicht, wo Sie fähig geworden sind, sich keine Meinung mehr über sich selbst zu bilden, also einfach da sind, nur existieren, sich Ihres Lebens freuen, und wo Sie auf alle er­lernten und überkommenen Auffassungen über das Leben und Ihre Existenz verzichten. Das bedeutet, dass Sie in sich einen Zustand schaffen, wie er einmal bestanden hat, bevor bei Ihnen der kindliche Lernprozess begann und Sie unter den diversen Einflüssen und Strömungen allmählich das Bild der Wirklichkeit gewonnen haben, das heute noch Ihr Dasein bestimmt. Es klingt grotesk und fast unannehmbar: Aber nichts, was uns über uns und die Welt ringsumher beige­bracht worden ist, hat Anspruch auf absolute Richtigkeit. Weiterlesen

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Wu Wei – Fragen und Antworten Kapitel 8

Unsere Gesellschaft und das verleugnete Selbst

Originaltext Wu wei: Hätten Sie gedacht, dass die ersten Hippies damals an der Pazifikküste Kaliforniens Taoisten waren? Diese Leute meinten es ernst mit dem Ablehnen der Konditionierung seitens der Gesellschaft – aber als diese Subkultur sich ausbreitete, ver­wässerte die Idee des wu wei. Sie entartete zum reinen Nichtstun. Auf diese Weise vereinigten sich im Kreis der Blu­menkinder in der Folge mehr und mehr Tagediebe, Arbeits­scheue und überhaupt Menschen, die eigener Vergehen wegen mit der Gesellschaft zerfallen waren. Solche Leute re­duzierten die Weisheit des Tao zum Alibi für ein Lotterleben.

Gewiss erhebt sich die Frage nach unserer Stellung in den Mechanismen der Gesellschaft, im Berufsleben, wenn wir von innen heraus Abschied genommen haben von frem­der Autorität und frei und unverzerrt die wahre Realität un­seres Lebens sehen. Ich will mich darum in diesem Kapitel mit Aussteigern befassen, mit der Idee vom alternativen Le­ben. Wir wollen untersuchen, ob alternativ nicht gleichfalls nur ein anderer Name, ein Synonym für eine nicht ganz so vordergründige Methode des Gebundenseins ist. Jede Idee, mag sie noch so edel und liberal erscheinen, fordert Einord­nung in ihre Regeln oder Nichtregeln. Mit Nichtregeln meine ich das Befolgen von Verneinungen, also Forderungen, das und dies nicht zu tun (zum Beispiel mich zu rasieren oder or­dentlich zu kleiden). Wer erkennt, wie sehr er im Leben von allen Seiten bevormundet wird, wie konditioniert sein Dasein ist, ja, wie korrupt er selbst geworden ist – weil er um des Vor­teils willen Dinge akzeptiert, die ihm an sich zuwider sind -, der mag sehr wohl den Wunsch haben, dieser Enge und Maß­regelung den Rücken zu kehren. Er rebelliert und sucht Wege, aus diesem Zustand herauszukommen. Eine gewichtige Rolle spielt dabei selbstverständlich die total verfahrene politische Weltlage, die Trennung der Menschen nach Rassen und Na­tionen, der Hass, der Unfriede, die sinnlosen Ideologien, der Fanatismus und die globale Grausamkeit. Und dann der Kon­trast zu all diesem Elend: das Wohlleben der wirtschaftlich reichen Länder, die ihrerseits mit hohlen Phrasen mitmi­schen im Weltgeschehen, ohne selbst wirklich etwas zur Ver­besserung beizutragen. Angesichts all dieser Unzulänglich­keiten sucht so mancher ein Loch, in dem er sich verstecken kann, bis der ganze hässliche Rummel, der sich Leben nennt, vorbeigegangen ist. Weiterlesen

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Wu Wei – Fragen und Antworten, Kapitel 5

Die Lebensweise des Tao

Originaltext Wu wei: Wie lebt nun ein Mensch des Tao?

Das sagt Chuang tzu:Sie sind aufrecht und gerecht, ohne zu wissen, dass solches Tun Rechtschaffenheit darstellt. Sie lieben einander, ohne zu wissen, dass solches Güte ist. Sie sind ehrlich und wissen doch nicht, dass solches Treue ist. Sie halten ihre Versprechen, ohne zu wissen, dass sie damit in Glaube und Vertrauen leben. Sie stehen einander bei, ohne daran zu denken, Geschenke zu vergeben oder zu empfangen. So hinterlässt ihr Handeln keine Spur.“

In der Dialektik des Taoismus ist hier von Menschen die Rede, welche die Qualität des «unbehauenen Klotzes» besitzen. Die Welt des unbehauenen Klotzes ist eine Welt voller Natürlich­keit, Absichtslosigkeit, frei von Motiven und Streben. Man lebt, ist offen für die Bewegungen des Daseins und empfängt alle Ereignisse mit offenen Armen. Der Mensch des Tao trifft seine Entscheidungen spontan. Nie analysiert er eine Situa­tion, er erfasst ihren Gehalt intuitiv, und aus dieser Intuition erwächst die Tat. Auf diese Weise ist es dem kalkulierenden Verstand unmöglich, sich in Opposition zum Fluss des Tao zu stellen. Wer im Tao verweilt, weiß, dass er Herausforderun­gen des Lebens, seinen Nöten und Problemen nicht mehr mit Kampf, mit Macht oder Anstrengung antworten muss. Noch braucht er sich den Kopf zu zerbrechen, wie die Dinge zu lö­sen sind. Täte er dies, so würde er den Dingen mit unzuläng­lichen Mitteln begegnen und damit der Fortsetzung von Leid und Elend in seinem Leben Tür und Tor öffnen. Weiterlesen

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Wann ist es am schönsten auf La Costa?

2015-08-16_20.46.28einer meiner Gäste hat mir diese Impressionen von La Costa geschickt und er würde mir bestimmt zustimmen, dass Oktober einer der schönsten Monate hier ist. Oder September? Oder lieber Frühling? Es ist wirklich schwer zu sagen. Aber September und Oktober gehören bestimmt mit zu den schönsten Monaten. Und ich hätte auch noch ein paar Plätze frei. Also einfach mal nachfragen.                                                                                                  Sabine

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Wu Wei – Fragen und Antworten

In den 16 Jahren, in denen Theo Seminare gegeben hat, gab es immer wieder Fragen von Seminarteilnehmern, die sich wiederholt haben. Einen Teil dieser Fragen hat er dann in einem Buch zusammengefasst.

Im Moment gibt es dieses Buch nur als E-Book, deshalb werde ich euch ab und zu ein Kapitel zu lesen geben.                                                                                                               Sabine

Die Kunst des Nichthandelns

Originaltext Wu wei: Unser heutiges Dasein ist an eine Unzahl Bedingungen geknüpft. Scheinbar sind wir frei, aber tief im Innern spüren wir, dass diese Freiheit ein Trugschluss ist, dass wir an allen Ecken und Enden gebunden sind: an die Spielregeln der Gesellschaft, an die Voreingenommenheit unserer Rasse oder Nation oder der Bildungsschicht, der wir angehören. Vielleicht haben wir uns an einen Partner gebunden, oder wir sind beruflich oder religiös in irgendeiner Form hoffnungslos eingeschlossen. Der menschliche Alltag ist seit Jahrtausenden durchsetzt mit Bedrängnis, Sorgen, Nöten, Krankheit und Elend. Selbst dort, wo anscheinend die Welt in Ordnung ist, gibt es Probleme, ja, die Probleme sind trotz des zeitweilig im Leben herrschenden Sonnenscheins in der Regel überwältigend. Sie und ich bilden darin kaum eine Ausnahme. Wenn nun jemand an Sie heranträte mit der kühnen Behauptung, Sie könnten alle Schwierigkeiten und Engpässe des Lebens beseitigen, allein dadurch, das Sie lernten, ausschließlich in der Gegenwart zu leben und Ihren Problemen wach und aufmerksam ins Auge zu sehen?

Im Heute leben, in der Gegenwart, im Jetzt, klingt so plausibel und einfach. Aber ich kann in dieser Forderung keine Beziehung zum Taoismus finden. Und wenn ich versuche, in der Gegenwart zu leben, ertappe ich mich dabei, dass ich ständig abgelenkt werde. Warum ist das so schwierig und gibt es einen Weg, der es leichter macht? Weiterlesen

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