Das Leben selbst ist der Sinn.

In jeder beliebigen Buchhandlung stehen meterweise Bücher, die sich mit Lebenshilfe befassen. Das Spektrum reicht von der populären Psychologie bis hin zu Ratschlägen, wie man außersinnliche Fähigkeiten entwickelt. Jede Religion ist mit ihrer Lehre vertreten. Sie haben gegebenenfalls die Wahl zwischen der harten Linie eines bekennenden Glaubens, der schamanenhaften Mystik exotischer Lehren und Philosophien über Seelenwanderung. Jahrtausende währt die Suche nach der Wahrheit über die menschliche Existenz.

Fatalerweise schlummert in jedem Menschen die Fähigkeit, von sich aus die Wahrheit herauszufinden – vorausgesetzt, er betrachtet sich ohne Berücksichtigung aller Informationen, allen erworbenen Wissens, so, wie er einst auf die Welt gekommen ist. Diesen Zustand wiederzufinden, glaube ich, wäre für jeden von uns von größter Bedeutung. Dann könnten andere auf Millionen bedrucktem Papier ihre kontroversen Behauptungen verbreiten – uns würde das nicht mehr anfechten. Was die Angelegenheit so unübersichtlich macht, ist die Unzahl der Interpretationen, der Aussagen darüber, welche Aufgabe dem Menschen vom Schicksal gestellt ist und wie er ihr mit welchem Endziel gerecht werden kann.

Kritisch gesehen entlarven die Autoren dieser Heilslehren allesamt nur eines: Keiner von ihnen hat sich je still in eine Ecke gesetzt, um darüber zu staunen, dass diese Welt und damit er selbst überhaupt existieren. Dieses Gefühl, vorhanden zu sein, das Wunder der Existenz des Universums zu spüren, ist in sich bereits Antwort auf alles Fragen, die je gestellt werden könnten. Das „Stattfinden“, das Leben selbst ist das Ziel, nichts anderes. Wer das erkennt, stellt keine dummen Fragen mehr, was er denn auf der Welt vollbringen soll. Leben soll er, auf die Intelligenz vertrauen, die Wunder wie den Vogelzug vollbringt, die Lachswanderung, den Samen des Löwenzahns und die Weisheit der menschlichen Organfunktion.

Die einzige Forderung an Sie heißt: “Lebe!“ – und sie zieht zwangsläufig eine weitere nach sich, nämlich; „Nimm wahr!“ Die Intensität, mit der Sie leben und die Dinge wahrnehmen, macht den Sinn des Lebens aus. Der Urgrund, aus dem alle Wahrnehmung und alles Wahrgenommene hervorgehen, erfährt sich selbst im Erleben des Geschaffenen. Ein weiterer Sinn und Zweck ist weder notwendig noch gefragt.

Wenn man diesen Urgrund, der Ihre und meine echte Identität ist, benennen will, kann das willkürlich und beliebig geschehen, weil keine Bezeichnung das Unbekannte wirklich trifft. Folglich ist es ebenso richtig wie falsch, wenn ich, den alten, weisen Chinesen folgend, „Tao“ dazu sage. Wir brauchen ein Wort, einen Namen, wenn wir uns verständigen wollten;  aber ich bitte Sie nachdrücklich, den Begriff nicht mit dem zu verwechseln, was er meint.

Erkennen Sie bitte: Wenn Sie und der Strom des ewigen Tao das Gleiche sind, dann müssen Sie nicht erst „werden“, weil Sie bereits alles „sind“. Sie brauchen sich dann nicht zu verwirklichen – seinen Sie wirklich, das genügt. Von dem Zeitpunkt an, wo alles Streben der Psyche nach Veränderung entfällt, strömt die ganze Energie des Seins in die Qualität der Existenz an sich, ins tägliche Leben hinein.

 

 

 

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13 Kommentare zu Das Leben selbst ist der Sinn.

  1. gitti sagt:

    Liebe Sabine!
    ….“Das Gefühl vorhanden zu sein“… dieser Satz in Ihrem Text drückt für mich sehr schön aus,was Leben ist.
    Wenn wir auch zwischendurch „die Spur verlieren“.Einmal das Außerordentliche erfahren, läßt uns nie mehr (zumindest nicht allzulange)mittelmäßig sein.
    Danke für den Text! liebe Grüße Gitti

  2. Angelika O. sagt:

    Liebe Frau Fischer,
    ich habe alle Bücher Ihres Ehegatten, der leider nicht mehr auf dieser Erde weilt, gelesen und ich erinnere mich sehr gut darin, dass die geschriebenen Worte von Theo zu dem Thema “ Das Leben selbst ist der Sinn “ mein Leben komplett zum Positiven verändert hat. Ich hörte nämlich auf nach dem Sinn des Lebens zu suchen, es kehrte endlich Ruhe ein, ich fühlte mich lebendig und nahm das Leben wieder wahr. „Ein unvergessliches Erlebnis !“ Sobald ich mal schlechte Zeiten erlebe, verdränge ich diese nicht und suche auch nicht mehr nach Antworten auf den Sinn dieser schlechten Zeiten sondern ich sage zu mir:“ Lebe und Nimm wahr“ . In diesem Moment kehrt bei mir wieder Ruhe ein und mein “ unvergessliches Erlebnis “ erlebe ich erneut; es erfüllt mich mit Geborgenheit, Liebe, Freiheit und Gänsehaut pur !!
    Vielen Dank Frau Fischer für Alles !!
    Herzlichst Ihre Angelika O. aus Berlin

    • Sabine sagt:

      das geht mir auch oft so, aber es ist auch nicht immer ganz einfach, dieses Bewußtsein zu aktivieren. Es ist nicht selbstverständlich, ich muss mich jedesmal wieder darum bemühen.

      • Sönke Thiesen sagt:

        Hmmh …. darum bemühen? Ist das wohl im Sinne von Wu-Wei ? Mir fällt im Moment nun keine dieser poetischen Gleichnisse ein, die Theo immer so fleißig zitieren konnte in seinen Büchern. Aber bedeutet Wu-Wei nicht gerade das Nicht -Bemühen ? Dass man nur dann auf dem richtigen Wege ist, wenn etwas leicht und unbeschwert von Statten geht ? Dass die Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ganz ohne Anstrengung und Widerstand vor sich gehen soll ?
        Wer sich bemühen muss, zwingt sich.
        Warum müssen sich so viele – mich selber eingeschlossen – immer wieder bemühen. Entgegen der intellektuellen Einsicht, dass die ungeteilte Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt doch die einzig wahre Lösung ist ? Warum bleibt die stärkste aller Antriebskräfte dabei so oft weg dabei: die Lust ? Und warum ist mir das ruhige Verweilen in mir selber und der mich umgebenden Natur wohl auf Dauer nicht genug ? Bin ich einfach nur krank, im Sinne von dieser Volkskrankheit, der Unaufmerksamkeit und die Übergabe des Ruders an das sogenannte Ego – was uns dann anschließend so viele Probleme beschert ?
        Das hat mich wirklich lange schon beschäftigt. Genauer gesagt seit dem Jahre 2000, wo mir beim Lesen von Wu-Wei ein Licht aufzugehen schien. Die erste ernsthafte Trübung dieses Lichtes erfuhr ich jedoch 2 Jahre später nach dem persönlichen Zusammentreffen mit dem Autor dieses Buches, Theo Fischer. Ich wurde skeptisch. Etwas fehlte.

        Ich habe selber bisher viel von der Kraft des Tao, insbesondere des Wu-Wei, in meinem Leben erfahren. Für mich ist das so eine Art Naturgesetz wie das der Schwerkraft, das anscheinend nach bestimmten Regeln funktioniert. Ich habe mir damit viele persönliche Wünsche schon erfüllen können.
        Doch warum war mir das nicht genug ?
        Ich spürte nämlich, dass mich da noch etwas anderes trieb, ausser dem üblichen und durch Theo Fischer so trefflich und deutlich entlarvten ”Bösewicht”, dem Denken. Des Ego´s stärkste Waffe. Eine Waffe, die auch mir ganz ganz schwer zugesetzt hat, und mir selbst heute noch immer wieder das Leben schwer machen kann.
        Mir fehlte also offenbar etwas an der Tao Philosophie. Am Anfang nur rein intuitiv, und ich konnte keine Erklärung und keine Worte dafür finden. Bot diese Philosophie nicht alle Möglichkeiten ? Ja, ohne Zweifel!
        Was war es denn nun ?
        Einen ersten Hinweis fand ich in einem Zitat einer berühmten Figur unserer westlichen Kultur:
        ”Was siehst Du den Splitter im Auge Deines Nächsten, aber den Balken in Deinem Auge nimmst Du nicht war”.
        Wenn ich jetzt etwas von C.G. Jung und die von ihm so benannten ”Schatten” unserer Persönlichkeit schreiben würde, dazu noch von Leidenschaft, Hingabe, Verpflichtung, und authentischer Gemeinschaft, und dann noch versuchen würde zu erkären, was diese Begriffe in diesem Zusammenhang hier bedeuten, würde ich genau das tun, wovor mal einer der Altvorderen des Taoismus deutlich gewarnt hat: ”Sobald man nur das Wort Tao ausspricht, hat man sich schon davon entfernt”. Deshalb versuch ich es nun mal mit einem Buchtip (keine Sorge, es ist nicht die Bibel. Um Gottes Willen ;-), wo dieses Thema auf mehr spielerische und unterhaltsame Art zu vermitteln versucht wird.
        Es geht mir nicht um eine Kritik des Taoismus oder auch anderen „Heilslehren“, sondern nur um den Mangel eines expliziten Hinweises auf die o.g. Eigenschaften, der mir fehlt. Hierbei insbesondere die der heilenden Kraft, die eine Gemeinschaft leisten kann bei der Beleuchtung und Auflösung unserer ”Schattenseiten”, die z.B. in einer Freundschaft oder in einer Paarbeziehung oft schwierig sind zu entdecken, und oft noch schwieriger, diese aufzulösen. Ohne diese ”Schatten” zu beleuchten, sie ins Licht zu holen, scheint mir eine wirkliche Heilung im Sinne von wirklicher Akzeptanz und Liebe unmöglich.
        ”Liebe ist, die Wirklichkeit des Anderen sehen zu können, und danach seine Handlungen auszurichten” (Zitat eines weniger berühmten dänischen Philosophen).
        Wer weiß, vielleicht ist da ja jemand in diesem Forum, der dieses Büchlein kennt oder kennenlernen möchte, und mit dem ich dann ins Gespräch kommen kann:

        https://www.amazon.de/B%C3%A4r-Ferkel-die-Tugend-Nichtstuns/dp/3455111149

        Wer den Vorgänger dieses Büchleins nicht kennt, dem sei auch das wärmstens empfohlen. Um die Pointe meines Beitrages hier zu verstehen, sollte man es auch gerne kennen:

        https://www.amazon.de/gp/product/3922026303/ref=pd_sim_14_1?ie=UTF8&psc=1&refRID=FK6QZ8Q3AP2JSEQ22VSX

        Wer danach immer noch neugierig ist, und mehr ins Detail gehen möchte, könnte wahrscheinlich auch diesem Buch etwas abgewinnen:
        https://www.amazon.de/gp/product/3981686020/ref=pd_sim_sbs_14_1?ie=UTF8&psc=1&refRID=VNZ1JMSRMV888MKA5VED

        Jedoch nur mit Vorbehalt von mir empfohlen. Stellenweise sehr langatmig. Manchmal ”diagonal lesen” und einige Kapitel auslassen – besonders die letzten – ist streckenweise angesagt. Jedenfalls, was das eigentliche Thema angeht. Habe aber bisher nichts besseres gefunden, ausser untenstehender Homepage, die das Ganze etwas heruntergekocht hat auf das Wesentliche, und einen weniger pathetischen und dafür mehr pragmatischen Zugang dazu hat. Leseprobe des o.g. Buches findet man unter dem Menüpunkt ”Auszüge aus dem Buch Gemeinschaftsbildung von Scott Peck” : http://www.gemeinschaftsbildung.com/

        Danke für´s Lesen bis hierhin.

        Viele Grüße, besonders an Dich, Sabine (ich war im Spätsommer 2002 mit meiner damaligen Frau Sigrid auf einem Seminar bei Euch)

        Sönke

        • Uwe Wischhöfer sagt:

          Vorne weg vielen Dank für die Buchlinks; Der Versender freut sich nun über meine Bestellungen! Auch die Geschichte von Scott Peck auf dem HP-Link: „Das Geschenk des Rabbi“ hat mich im Herzen berührt. Mein ehemaliger Kampfkunstmeister hat mir zur Eröffnung meiner eigenen Schule einst eine chinesische Kalligraphie geschenkt, mit den chin. Zeichen für: “ Ein Weg Berg „. Er hatte mir einst erklärt, dass wer den Berg besteigen und dort oben die phantastische Aussicht genießen will, sollte erst seine Kraft einsetzen und den Berg ggf. auch unter Mühen besteigen. Wenn die Motivation und die Liebe zum Berg und der Natur groß genug ist, sind die mit dem Besteigen verbundenen Anstrengungen keine ungeliebten Mühen, sondern führen direkt zur Belohnung. Natürlich kann man sich die Mühen sparen und die Seilbahn nehmen, denn die Aussicht oben wäre sicherlich die gleiche – es fehlt jedoch etwas Entscheidendes – der eigene Weg dorthin und der Respekt und die Liebe für den Berg. Wenn das sicherlich anstrengende Bergsteigen der eigenen Natur entspricht – ist es kein wirkliches Be-„mühen“, sondern ein Leben im Fluss! Menschen mit Fußleiden hingegen müssten sich unter unerträglichen Bedingungen dem Gipfel nähern, hier wäre wohl die Seilbahn die bessere Entscheidung. Meiner Meinung nach schadet es nicht sich zu bemühen, wenn dieses Bemühen im Einklang mit der eigenen Freude und der Liebe für eine Aktivität oder dem persönlichen motivierenden Beweggrund übereinstimmt. Im Gegenteil je größer die Anstrengung, um so befriedigender scheint die gewonnene Aussicht als Belohnung. Ob dabei der Gipfel erreicht wird, ist dabei gar nicht so wichtig – Entscheidend ist der Weg dorthin! Bin schon neugierig auf die bestellten Büchlein, die sich sicherlich mühelos und mit Freuden lesen lassen, da sie direkt auf meinem bevorzugten Lebensweg liegen.

          • Sönke Thiesen sagt:

            Hallo Uwe
            nun will ich nicht so gerne den Buchempfehlungen etwas vorweg nehmen. Vielleicht ennimmst Du den Werken ja auch was ganz anderes als ich. Aber vielleicht doch mal einen Hinweis: Statt den Fusskranken die Seilbahn zu empfehlen, könnten die Fussgesunden den Kranken vielleicht stützend den hinauf Berg begleiten. Nicht getrieben vom leider weit verbreiteten moralischem „Samaritersyndrom“, sondern von Respekt, Liebe und vor allem Neugierde gegenüber dem kranken Mitmenschen – jedenfalls mehr als gegnüber dem Berg. Erstgenannter hat nämlich m.M. nach eine wichtigere Botschaft als der Berg. Es könnte sich vielleicht sogar lohnen, mal hinunter ins Tal zu gehen, wo noch mehr sind von diesen Fusskranken – auch auf das Risiko hin, dort seinen eigenen Schatten zu begegnen. Das, was wir alle am meisten fürchten. Literarisch-bildlich das ewig ängstliche und bekümmerte Ferkelchen also (wenn ich schon mal was vorweg nehmen darf). Deswegen braucht man nun überhaupt nicht das große Wunder der Natur zu übersehen. Aber mir kommt diese Naturbewunderei in gewissen Kreisen manchmal vor wie eine Sehnsucht, wieder in die matriachalischen Stammesgesellschaften zurückzukehren. In das „goldene Zeitalter“ , aus dem wohl auch das Wissen des Taoismus stammt. Es gab und gibt einen guten Grund, warum wir dieses Zeitalter verlassen haben. Dass wir das Kind mit dem Bade ausgeschüttet haben, und dabei auch so wertvolles Wissen wie das des Taoismus beinahe ganz verloren gegangen wäre, ist eine andere Sache. Das würde aber zuweit führen, das hier auszuführen. Ebenso , worum es denn wohl sonst gehen könnte. Für mich auf jeden Fall nicht um spirituelles Bypassing, wie es ein Bekannter neulich mal ausdrückte.
            Ich wäre sehr gespannt auf Deine Rückmeldung, wenn Du in den Büchern gelesen hast.
            Mit besten Grüßen
            Sönke

          • Hallo Sönke,

            wenn ich steh und wenn ich geh, tun mir die Beine weh; Warum willst Du mich auf einen Berg hinauf schubsen, wenn ich doch in der Seilbahn sitzen kann? Im I Ging symbolisiert der ruhende Berg einen Schatz aber auch gleichzeitig eine Behinderung im Voranschreiten. Durch meine Arbeit mit behinderten Menschen und auch durch meine eigenen Einschränkungen durfte ich erfahren, was es bedeutet, wenn der Tiger seine Zähne verliert und nun Grenzen akzeptieren muss, auch wenn es ihm schwerfällt. Dennoch stehe ich täglich mit meinen Schülern (teils unter Schmerzen in den Beinen; ja ich bin selbst ein Fußkranker) auf der Matte, denn mein koreanischer Kampkunstmeister lehrte mich einst „IL DO SAN“ – Ein Weg Berg“, wobei das koreanische „Do“ dem chinesischen TAO entspricht und „Weg“ leider nur die erbärmliche Übersetzung dafür angibt. Von ihm erfuhr ich aber auch: „Kein Schmerz – Du tot!“; Darum genieße ich meinen Essig wie einen Jahrzehnte alten Balsamico und einem Lächeln im Gesicht (zum Thema Essigkoster aus dem Büchlein Tao Te Puh). Puh und seine Gefährten habe ich bereits in mein Herz geschlossen, besonders da mich viele der dort angegeben Charaktere an die Menschen in meinem Umfeld erinnern. Wenn ich mich nun umsehe, erkenne ich plötzlich I-Ah`s , Eulen, Ferkelchen und Hasen. Letztere scheinen mir selbst artverwandt, wenngleich ich so gut es mir möglich ist, ein Leben wie Puh favorisiere. Es gelingt mir nur leider nicht immer, denn dort wo man ein „A“ wahrzunehmen glaubt, einfach nur die drei Stöckchen zu erkennen die am Boden liegen, bedeutet selbst zum Berg der Ruhe zu werden ohne ihn besteigen zu müssen und das „Sosein“ der Dinge zu akzeptieren.

        • Sabine sagt:

          Hallo Sönke,
          ja doch, ich erinnere mich an dich bei einem unsrer Seminare.
          Was das Bemühen angeht, Bemühen ist nicht gleichbedeutend mit sich zwingen. Und Tao heißt nicht leben nach dem Lustprinzip. Hast du nur das Wu Wei gelesen oder auch Theos spätere Bücher? Da hat er nämlich versucht, genau dieses Mißverständnis auszuräumen.
          Und was dir gefehlt hat bei deiner Begegnung mit Theo war außer dem Lustprinzip Leidenschaft, Hingabe, Verpflichtung, und authentische Gemeinschaft? Oder hab ich da jetzt was mißverstanden? Was bitte hat das alles mit dem Tao zu tun?
          Jeder muss seinen eigenen Weg zum und mit dem Tao finden. Für mich liegt er weder in den empfohlenen Bücher (ich kenn eines davon) noch in der gepriesenen Gemeinschaft. Ich halts da lieber wie Han Shan vom kahlen Berg 😉 LG, Sabine

          • gitti sagt:

            Ja Sabine, Han Shan hat uns mit seinen Gedichten viel zu sagen.
            Das Urvertauen zu entwickeln oder besser gesagt zuzulassen, ist wohl der Sinn des Lebens. Ich bin immer wieder von Neuem dabei die Hindernisse aus dem Weg zu schaffen.
            Die gelassene Lebensfreude HAN SHAN`s geht mir dann und wann verloren.Ich hätte gerne einen „Knopf“ um diese jederzeit einschalten zu können.

        • Jörg sagt:

          Ganz schön viele Wörter für – einfach sein 😉
          Panta rhei

          Jörg

  3. Liebe Sabine,
    da ich mir alle TAGundTAO Hefte für meinen letzten Urlaub ins EPub-Format konvertieren und auf meinen E-Book Reader ziehen konnte, hatte ich die perfekte Lektüre immer dabei! Über den Umweg des I Ging (Das Buch der Wandlungen) hatte ich Jahrzehnte lang einen Zugang zum DAO gesucht und für mich gefunden. Das I Ging war mir immer ein gutes Werkzeug für meine Weg Suche; Doch Theo verstand es konsequent und ohne Umschweife stets auf den Punkt zu kommen. Ich hätte Seltenfröhlich wirklich gerne persönlich kennengelernt. Anbei für Isolde ein PDF zum Bild #61 „Innere Wahrheit“ aus einer meiner Veröffentlichungen im Sep. 2014.

    Link: http://kihap.de/images/PDF/Yijing/Yijing_61.pdf

    • Sabine sagt:

      Isolde dankt 😉 Schönes Bild und sehr guter Artikel. Hört sich ja alles immer sehr einfach und einleuchtend an. Und machmal ist es das ja auch…so mit der Zeit….wenn man es öfters mal probiert….und nicht zu verbissen ist…..und auch mal drüber lacht. LG, Sabine

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