Wu Wei – Fragen und Antworten

In den 16 Jahren, in denen Theo Seminare gegeben hat, gab es immer wieder Fragen von Seminarteilnehmern, die sich wiederholt haben. Einen Teil dieser Fragen hat er dann in einem Buch zusammengefasst.

Im Moment gibt es dieses Buch nur als E-Book, deshalb werde ich euch ab und zu ein Kapitel zu lesen geben.                                                                                                               Sabine

Die Kunst des Nichthandelns

Originaltext Wu wei: Unser heutiges Dasein ist an eine Unzahl Bedingungen geknüpft. Scheinbar sind wir frei, aber tief im Innern spüren wir, dass diese Freiheit ein Trugschluss ist, dass wir an allen Ecken und Enden gebunden sind: an die Spielregeln der Gesellschaft, an die Voreingenommenheit unserer Rasse oder Nation oder der Bildungsschicht, der wir angehören. Vielleicht haben wir uns an einen Partner gebunden, oder wir sind beruflich oder religiös in irgendeiner Form hoffnungslos eingeschlossen. Der menschliche Alltag ist seit Jahrtausenden durchsetzt mit Bedrängnis, Sorgen, Nöten, Krankheit und Elend. Selbst dort, wo anscheinend die Welt in Ordnung ist, gibt es Probleme, ja, die Probleme sind trotz des zeitweilig im Leben herrschenden Sonnenscheins in der Regel überwältigend. Sie und ich bilden darin kaum eine Ausnahme. Wenn nun jemand an Sie heranträte mit der kühnen Behauptung, Sie könnten alle Schwierigkeiten und Engpässe des Lebens beseitigen, allein dadurch, das Sie lernten, ausschließlich in der Gegenwart zu leben und Ihren Problemen wach und aufmerksam ins Auge zu sehen?

Im Heute leben, in der Gegenwart, im Jetzt, klingt so plausibel und einfach. Aber ich kann in dieser Forderung keine Beziehung zum Taoismus finden. Und wenn ich versuche, in der Gegenwart zu leben, ertappe ich mich dabei, dass ich ständig abgelenkt werde. Warum ist das so schwierig und gibt es einen Weg, der es leichter macht?

In den klassischen Schriften des Taoismus werden Sie vergeblich nach Empfehlungen über die Handhabung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft suchen. Weil es aus der Sicht der alten Weisen den Unterschied zwischen den dreien gar nicht gibt. Die Unterteilung der Zeit, mit der wir uns abquälen, haben wir selbst geschaffen, genau wie die Jahreszeiten, den Kalender und die Längen- und Breitengrade. Mein Geist muss sich beim Erleben seiner Existenz von allem Maß frei machen, das Menschen erfunden haben. In dem Moment, da ich ganz klar und deutlich verstehe, dass Zeit, wie wir sie in unserer Zivilisation behandeln, mich von der Quelle des Seins trennt, verlieren die Normen des Gestern, Heute und Morgen ihre Macht über mich. Von der Illusion Zukunft befreit, bleibt das reale, unmittelbare Erleben übrig. Ein Gefühl von Zeitlosigkeit stellt sich ein. Zwischen Vergangenheit und Zukunft schrumpft die Gegenwart quasi zum Nichts, der Augenblick des hypothetischen Urknalls, der Tag meiner Geburt und auch der Todestag verkleinern sich auf den nicht mehr messbaren Bruchteil einer Sekunde. Dabei bleibe ich mir bewusst, dass ich dies alles gemäß der Konstruktion meines Sinnesapparates und meines Gehirns in einer logisch ablaufenden Reihenfolge erlebe. Die Gegenwart scheint sich vor meinen Sinnen in die Zukunft hinein zu bewegen. Dennoch verstehe ich nun, dass ich mich bei aller Erfahrung, die Tag für Tag auf mich einströmt, immer an ein und demselben Platz, in ein und derselben Zeit befinde, im Jetzt. Dieses Jetzt hat sich seit dem Uranfang der Dinge um keine Sekunde bewegt. Die winzige Spanne, der wir den Namen Gegenwart geben, ist ohne Zeit, es ist das Unendliche, das schon da war, als es noch nicht einmal das Nichts gab. Von dort aus findet Schöpfung statt, als permanenter Vorgang, als der Tanz der Teilchen, die in Millionstel Sekunden zerfallen, sich neu bilden und wieder dahinschwinden. Und im Jetzt ruht das Tao und nur hier können wir in Berührung mit ihm kommen. Meister Eckhart sagte in seinen Deutschen Predigten und Traktaten sinngemäß, auf Gott bezogen das Gleiche: Einzig im Augenblick des Jetzt findest du Verbindung mit dem Schöpfer, weil er nur da zu erreichen ist.

Sobald Sie verstehen, dass die Unterscheidung zwischen den Zeitformen nur als Idee in unseren Köpfen existiert, löst sich auch das Problem mit den Ablenkungen. Sie verbringen Ihre Tage wach und aufmerksam, ohne dass Sie sich besonders anstrengen. Ihre Augen sehen Anblicke, Ihre Ohren hören Töne, Ihr Geruchssinn nimmt Düfte wahr und ihre Tastnerven berühren Oberflächen. Und währenddessen gehen auch Ihre Gedanken ihren verworrenen Tätigkeiten nach. So, wie Sie sehr wohl in einem Schaufenster eine schöne Keramikvase bewundern können, gleichzeitig das Mittagessen planen und obendrein den Duft von Kaffee aus der Tür der nahen Rösterei schnuppern – so ist es Ihrem wachen Geist ohne Probleme auch möglich, synchron zu denken und zugleich Ihre Sinne das Ihre erleben zu lassen. Sie sind sich aller Regungen bewusst. Wovon sollten Sie dann abgelenkt sein? Sie erleben alle Dinge jetzt, auch Ihr Denken findet jetzt statt. Und wenn Sie die Urlaubsreise für das nächste Jahr planen, dann geschieht dies doch ebenfalls jetzt – oder nicht? Die so wahrgenommenen Szenarien reflektieren sich unverfälscht im Spiegel Ihres Bewusstseins, und dieses ist nicht getrennt von dem universalen Bewusstsein des Tao.

So lautet kurz und knapp die Antwort auf die obige Frage. Dennoch sollten wir die Schwierigkeiten, die zwischen uns und einem Leben im Hier und Jetzt stehen, hier noch einmal gründlich unter die Lupe nehmen. Ich möchte Sie zum Auftakt unserer Untersuchung gerne zu einer kleinen Übung auffordern: Hätten Sie Lust, zum besseren Verstehen der folgenden Ausführungen einmal einen Tag lang für jedes Mal, wo Sie auf die Uhr schauen, einen Strich zu machen? Zum einfacheren Nachzählen immer vier senkrechte und der fünfte streicht die vier anderen durch, so dass übersichtliche kleine Blöcke entstehen, die am Abend Ihr Bedürfnis nach Kontrolle Ihrer Zeit abbilden. Wir haben immer ein Stückchen Zukunft vor uns, schauen öfter und meist reflexartig auf die Uhr, ob es denn noch nicht soweit ist – und übersehen völlig, dass wir damit ein winzige Spanne Leben zu überspringen versuchen. Unser voraus gerichteter Blick, unsere Gedanken, die einer Aufgabe, einem Termin entgegen eilen, suggerieren uns, wir würden gerade dadurch das Geschehen des Lebens im Griff halten. In Wirklichkeit schummeln wir uns durch hastige Blicke auf die Armbanduhr und unsere Beschäftigung mit dem „Demnächst“, „Bald“, „Nachher“ an dem Punkt vorüber, wo die Dinge tatsächlich stattfinden – dem Jetzt. Unser einem künftigen Ziel entgegen gerichteter Sinn bekommt auf diese Weise überhaupt nichts in den Griff, noch nicht einmal heiße Luft. Die unwillkürliche ständige Zeitkontrolle zählt zu unseren Maßnahmen, mit dem Tempo des Tagesgeschehens mitzuhalten. Unsere innere Gehetztheit ist nicht identisch mit körperlicher Geschwindigkeit, und sie hat auch nur eine schwächliche Beziehung zu entschlossenem Tun. Diese gedankliche Hetze bewirkt so wenig wie sich mein Auto bewegt, wenn ich mich gegen den Anschnallgurt stemme.

Wir erkennen zwei Angelpunkte in dem skizzierten Problem: Einmal unser chronischer Hang zum Voranstreben, unser inneres Tempo, also das Krankheitsbild unserer Konzentration auf die Zukunft auf Kosten des jetzt pulsierenden Lebens. Und zum anderen die Einsicht, wie schwierig es wird, wenn ich beschließe, nur noch dem Augenblick zu leben. Zum ersten Punkt habe ich, wenn ich die Menschen beobachte, manchmal den Eindruck, dass sie sich zwar ein langes Leben wünschen, aber alles tun, um das Erleben dieses ausgedehnten Daseins wie im Zeitraffer auf markante Szenen zu konzentrieren, die aber alle in der Zukunft liegen. Die Zeitspannen zwischen den ins Auge gefassten Zielpunkten bleiben schlichtweg ungelebt. Appelle an unsere Vernunft, doch mit diesem ständigen emotionalen Jagen aufzuhören, verklingen ungehört. Was unser Gehirn hier mit uns anstellt, widerspricht allen Gesetzen der Logik – und dennoch tun wir es. Wir wollen uns ein Maximum an Erlebnissen einverleiben, nicht unähnlich der Art, wie wir gierig unser Essen in uns hinein schlingen. Es sind durchaus Ähnlichkeiten vorhanden zwischen unserer Gier nach Erleben und dem unbewussten Verlangen, uns Nahrung wie Besitz anzueignen. Zum zweiten Punkt wäre anzuführen, dass wir die Gegenwart als den einzigen Ort, in dem wir handeln und entscheiden können, zwar kennen, aber dass die Matrizen in unserem Gehirn sich dem Jetzt als dem einzigen Heilmittel gegen Tempo und Geistesabwesenheit verweigern.

Die Vorstellung, kontinuierlich und ohne Unterbrechung in der Gegenwart zu verweilen, klingt erstrebenswert. Insbesondere, weil uns klar ist, dass das Jetzt in Wahrheit der einzige Raum ist, in dem jemand leben kann – es gibt keinen anderen. Erst unser Denken und das nachfolgende Fühlen zeichnen das Bild der Zukunft, der man entgegenstrebt. Es ist, als ob wir unsere Vorstellungen vom Morgen mit einem Diaprojektor auf eine Leinwand werfen würden. Wenn ich mir ein Urlaubsbild vom Palmenstrand an die Wohnzimmerwand projiziere, kann ich es anschauen, aber mir ist trotzdem klar, wie nutzlos es wäre, jetzt Schuhe und Strümpfe auszuziehen, um am Strand entlang im Wasser zu waten. Leider durchschauen wir das Täuschende an der Zukunft im Alltag nicht so klar wie den einzig aus Lichteffekten bestehenden Palmenstrand an der Zimmerwand. Lassen Sie uns zur Veranschaulichung des Problems noch einen Moment bei diesem Gleichnis bleiben. Der Palmenstrand ist das Symbol für ein in die Zukunft gerichtetes Denkverhalten. Und er ist in Wahrheit ein Produkt der Vergangenheit! Ich betrachte in der Gegenwart ein Bild, das ich in der Vergangenheit fotografiert habe. Genau so verhält es sich mit unserem Umgang mit der Zukunft: Für unsere Projektionen entnehmen wir aus der Diasammlung unseres Gedächtnisses alte Momentaufnahmen, die Ähnlichkeit mit unseren Vorhaben besitzen. Wir schieben Bilder der Vergangenheit in den Projektor unserer Vorstellungskraft und projizieren sie voraus in die Zeit. Das bedeutet, wir blicken in eine Zukunft, die allemal aus Elementen der Vergangenheit zusammengezimmert ist. Während wir uns einbilden, wir würden voraus blicken, schauen wir wie gebannt in den Rückspiegel!

Wie war das, als Sie aus eigener Einsicht versuchten, konsequent im Jetzt zu verweilen? Wer es schon einmal probierte, kennt die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Anfangs tat es wohl, hellwach und dem Augenblick geöffnet den Tag zu verbringen. Doch allmählich merkten Sie, wie die alten Muster zurückkehrten und die Zukunft in Gestalt von Bedenken, wie es weitergehen soll, in Ihr Bewusstsein eindrang. Die Schwierigkeit, im Jetzt zu bleiben, hat ihre fundamentale Wurzel in unserer chronischen Existenzangst. Sie ist unterschwellig auch vorhanden, wenn wir uns vollkommen sicher fühlen, wenn wir den Eindruck haben, alle Dinge wären im Lot und wir hätten die diversen Strömungen unserer Lebenssituation im Griff. Als ob ein kleiner Vogel in unserem Hinterkopf mit leisen Schnabelhieben ständig Störsignale an unser Denken entsenden würde, tickt dort die Sorge um unseren Fortbestand. Ein Blick in den zeitlichen Nebel vor unserem geistigen Auge genügt, um alles Wohlbehagen über derzeit gelingende Maßnahmen beiseite zu wischen und der Zukunftsangst Tür und Tor zu öffnen. Selbst wenn wir einsehen, dass Zukunft eine Illusion unseres Denkens ist, wird unser Blick dorthin stets von einer gewissen Sorge begleitet.

Es ist recht simpel, von der Kanzel oder dem Rednerpult eines Seminars herab den Leuten zu predigen, sie mögen im Jetzt leben, in der Gegenwart bleiben, und alles würde gut. Solche Reden klingen einfacher, als sie sich in die Tat umsetzen lassen. Wie soll jemand inmitten seiner Pflichten und der Unruhe um ihn her die Vision vom ewigen Jetzt realisieren? Wie soll ich denn um Himmels willen vermeiden, auf das zu blicken, was an Aufgaben vor mir liegt? Vor mir! Das heißt in der Zukunft, zu einer späteren Stunde oder an einem anderen Kalendertag, die beide auf mich zukommen werden, ohne dass ich es verhindern könnte. Wenn ich einen Geschäftstermin habe, in einer halben Stunde den Einkaufschef eines Konzerns treffe, wo es um Millionen geht, werde ich mich sehr wohl mit dem Vorhaben beschäftigen müssen. Ich kenne den Herrn, der mich erwartet vom Sehen, also ist mein Bild von ihm flagrant der Vergangenheit entnommen. Die Angebote, die ich in der Mappe mit mir führe, die Konditionen sind vorbereitet, ich kenne sie auswendig – weil sie in der Vergangenheit, nämlich letzte Woche geboren worden sind. Ich kann die Zeit nicht aus meinen Aktivitäten heraushalten, so hübsch das in einer metaphysischen Theorie auch klingen mag.

Ich denke, es muss hier einen Weg der Vernunft geben, der mir die Lösung meiner Aufgaben ebenso ermöglicht wie er mir die Chance gibt, in diesem Raum zu verweilen, der zeitlos ist, weil es ihn vom ersten Augenblick der Geburt des Universums an unverändert gibt. Ich erkenne, wie notwendig Überlegungen sind, die Grundsätze des Taoismus auf eine Art zu leben, die auch realisierbar ist, die zwar das volle Engagement verlangt, aber ansonsten keinen flagranten Bruch mit unseren notwendigen alltäglichen Routinen bedeutet. Ich brauche eine Lebensphilosophie, die gelingt und die keine obskuren Forderungen an mich stellt. Es nützt mir nichts, wenn ich einer halbgaren Idee folgend den geistigen Blick voraus in die Regale des Supermarktes unterdrücke, während ich meinen Einkaufszettel schreibe. Oder dass ich mir die Vorstellung des gemütlichen Lokals auszumalen versage, in dem ich am Abend mit meiner Liebsten verabredet bin. Bis zu einem bestimmten Grad wirkt die Zeit unvermeidbar in unsere Tätigkeiten hinein. Ich würde meine Fähigkeit zum Vorausplanen verkümmern lassen, wenn ich mich jeder gedanklichen Vorschau verweigern würde. Die Frage von oben greift nun tiefer: Gibt es eine Versöhnung zwischen Zeit, Pflicht, der Forderung nach Aufmerksamkeit und einem Leben in der Gegenwart? Und an welcher Stelle wird die Beziehung zum Tao sichtbar, wird sie verständlich?

Um hier Auskunft zu geben, muss ich tief eindringen in den Schöpfungsprozess und die Rolle, die uns darin zufällt. Es ist vorstellbar, dass das Tao, unbewegt und nichts unternehmend, wie Laotse betont, die Schöpfung so ähnlich besorgt, wie Plato es beschrieb: Da entsteht im Geist des Verursachers das Bild einer Welt und die schiere Energie des Grundes erzeugt die Wirklichkeit. Es ist ein kosmisches Spiel, und wir gehören als Hauptdarsteller zu den Spielfiguren darin. Unser Geist ist unverändert der Geist des Schöpfers, denn wo sonst sollte er herkommen. Das Tao tut nichts, es bleibt der unbewegte Beweger. Die Arbeitslast des kontinuierlichen Schöpfungsvorganges wurde delegiert: an uns nämlich. Da der menschliche Sinn original der Sinn des Tao ist, geschieht Schöpfung fortan über das Medium unserer eigenen Wahrnehmung. Es ist ein Doppelspiel: Das Leben, die Realität findet nur statt, weil wir sie beobachten. Aber – und hier entgleitet die Geschichte dem Verstand und wird taoistisch paradox – wir können sie nur darum beobachten, weil sie stattfindet. (Es ist wie mit diesem Bild von den zwei Händen, deren jede die andere zeichnet.) Alle Indizien und Rückschlüsse aus der Teilchenphysik deuten darauf hin, dass wir als Beobachter des Spiels über metaphysische Kräfte verfügen, deren wir uns nur nicht bedienen, weil wir nichts darüber wissen. Doch es wäre an der Zeit zu begreifen, dass unsere Welt so fundamental anders ist, als wir sie uns auch nur vorstellen können.

Wenn ich zu verstehen beginne, was Schöpfung ist, wenn ich meine Rolle in diesem gewaltigen Spiel, dem wir den Namen Leben gaben, durchschaue, dann wird auch klar, dass sich diese unendliche Energie, mit der ich ohnehin Tag für Tag die Welt meiner Wahrnehmung hervorrufe, gut und gerne auch für mein subjektives Wohlergehen einsetzen lässt. Die einzige technisch unverrückbar vorgegebene Bedingung für das Gelingen lautet: Ich muss die Zeit als Faktor herauslassen. Die Anschrift des Urgrundes inklusive der Adresse des kosmischen Kraftwerkes lautet: Dieser Augenblick! Ansonsten bedarf es weder des Einsatzes meines Willens noch meines Intellektes. Auch das durch mein Erleben gewachsene Ich, das sich so abgetrennt vom Tao fühlt, ist entbehrlich – es wird nicht gebraucht. Einzig die unmittelbare Beobachtung der Dinge bewegt und verändert sie. Im Verzicht auf alle Regeln, Konditionen und Normen, die der Mensch erfand, gelange ich zu einer Erkenntnis, die mit dem Wohnort meines wahren Wesens, das zeitlos ist, harmoniert.

 

 

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