Der entscheidende Unterschied

Wirke nichts, das böse ist.
Hänge nicht an Leben und Tod.
Erbarme dich aller Lebewesen.
Ehre, was über dir ist.
Sei gnädig zu den unteren.
Hasse nicht, verlange nicht,
lass nichts an deinem Herzen haften.
Trage Leid um nichts.
Dann wirst du selbst der Buddha sein,
suche ihn nirgends sonst.

Befällt Sie beim Lesen des Spruchs etwa die Idee, ich würde für derartige Ratschläge Propaganda machen?? Der Text kommt von Meister Dogen und soll den leichten Weg zeigen, wie man ein Buddha wird. Es ist auf jeden Fall ein ausgezeichnetes Bündel von Anleitungen, wie man ein besserer, womöglich vollkommener Mensch wird. Zum Glück betrifft er vorwiegend Buddhisten.

Ein Mensch des Tao denkt nicht im Traum daran, sich derartig zu verbiegen, wenn nicht gar zu vergewaltigen. Sein Ziel ist die innere Harmonie, das Einssein mit dem Lauf des eigenen Lebens mit allem, was es ihm täglich beschert. Und dazu kann er so bleiben, wie er eben gestrickt und gewachsen ist. Nach meinem Gefühl ist es deutlich schwerer, mit sich zu leben, wie man ist, als ständig Idealbildern nachzustreben, wie man gerne sein würde. Dieses Streben ist ein hübscher Fluchtweg vor dem eigenen Zustand. Den zu mögen, sogar zu lieben, ist deutlich schwieriger – aber es ist der einzige intelligente Weg, innerlich frei zu werden. Wer aufhört, auf Ratschläge zu lauschen und ihnen nachzueifern, wer sich akzeptiert und gern hat, der wird ohne Mühe auch anderen Menschen, Dingen und Begebenheiten voller Zuneigung begegnen können. Und das nenne ich Freiheit.

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14 Antworten zu Der entscheidende Unterschied

  1. gitti sagt:

    Hallo und liebe Grüße!
    Kann es sein, wenn ich diese Freiheit von der Herr Fischer schreibt, begreife und tatsächlich erlebe, ich dann den Text von Meister Dogen nicht mehr als Belehrung verstehe?

    Gitti

  2. Ein Versuch … Gedanken Gestalt zu verleihen…

    • Taononymus sagt:

      …. und …. ?

      Welche Gestalt haben Ihre Gedanken zu dem von Theo Fischer hier eingestellten Blog-Text denn nun?

      Oder ging es Ihnen einfach nur darum, mal eben schnell für Ihren Facebook-Link hier Werbung zu machen?

  3. Ich wollte keine Werbung machen. Eigentlich könnte ich meine Seite wieder löschen, da ich mit diesem Blog das entdeckt habe, was ich eigentlich mit meiner Seite ins Leben rufen wollte. Einen Austausch über „Das Leben“.
    Lustig ist, das ich, bevor ich gepostet habe, ungefähr 1 Stunde diesen Blog durchgegangen bin und einfach nur hier an dieser Stelle einen kleinen Beitrag leisten wollte, mit Gedanken die ich verfasst habe und aber nicht einzeln hier reinkopieren wollte, da sie ja auf der genannten Seite schon niedergeschrieben worden sind. Mein Beitrag hatte in dem Sinne erst mal nichts mit dem oben von Herrn Fischer eingestellten Text zu tun. Sondern war eher genereller Natur. Jetzt habe ich den Text ob gerade gelesen und mußte lachen, da mein erster Impuls auf ihren Text war Ihnen zu schreiben, dass ich keine Lust habe mich mit Ihnen hier auseinander zu setzen, da ihre Beiträge irgendwie etwas negativ kämpferisches an sich habe und ich mit dieser Art und Weise nichts anfangen kann. Mein zweiter Impuls war, meinen Kommentar für sie wieder zu löschen, da ich ihn als unhöflich empfunden habe und dann las ich den oben eingestellten Text. Was mich wiederum dazu bewegt hat meine Meinung doch offen zu legen… Kompliziert aber wahr. Das bin ich und da wären wir in der Materie angelangt.
    Authentizität! Im Grunde genommen etwas so Schwieriges und doch so unendlich Wunderbar. Wie viele Facetten hat ein Mensch? Wann lebt er welche aus? Wie sehr bringt ihn das mit den Menschen in seiner Umwelt in Konflikt? Wie viele Weltbilder gibt es? Leben wir alle in derselben Welt, oder ist jeder Mensch seine eigene kleine Welt. Ich lese gerade das neue Buch von Herrn Fischer „Tao heißt leben, was andere träumen“ und habe darin viele Antworten auf Gedanken die mich beschäftigen gefunden. Danke dafür 🙂 Ich würde sagen in diesem Fall hat das Tao gewirkt 😉 Mit einem Zettel saß ich vor diesem Buch und immer wenn mir eine neue Frage in den Sinn kam habe ich sie aufgeschrieben. Zu 80 % habe ich eine Antwort auf den nächsten Seiten erhalten, oder besser gesagt einen Hinweis für den Weg meine Antwort zu finden.
    Diese magischen Momente liebe ich. Wenn die Dinge ineinander greifen und man merkt, dass sich etwas tut. Ich habe dann das Gefühl in einer anderen Realität zu sein, aber welche Realität ist das? Meine Realität? Diese „andere Realität“ die man erlebt,wenn man sich am richtigen Ort fühlt. Auch im Gespräch mit „Gleichgesinnten“ zu entdecken. Gespräche die Fragen auflösen, … und irgendwie fühlt es sich schweben an. Dann ist der Moment vorbei und man taucht wieder ein in die „zweite Realität“. Die in der der Rest der Welt ist. Und ich ziehe meine Uniform an ( Stewardess) gehe auf den Flieger und blicke in die Gesichter von hundert Menschen und frage mich was dahinter steckt. In welcher Realität lebt jemand der ohne einen Funken von Empathie auf einen zu gerannt kommt und seine Aggression an einem auslässt ohne auch nur eine Sekunde mit der Wimper zu zucken. In welcher Realität leben sie, lieber Taononymus, der mich auf eine unangenehme Art und Weise gleich an den Pranger stellt hier Werbung machen zu wollen für den eigenen Zweck und wenn sie den Link angeklickt hätten, wüssten sie das es sich so verhält wie ich es in den ersten Zeilen wiedergegeben habe. Puh mich schüttelt es bei Ihrer Art und Weise und da frage ich mich gleich warum! Was lösen sie in mir aus was mir so widerstrebt? Worauf sich mir gleich die nächste Frage stellt: Sind diese Gefühle die in einem selbst entstehen real oder basieren sie nur auf eigenen Konditionierungen? …. und ich lasse sie ruhen… atme tief durch… und lehne mich zurück 🙂
    Einen schönen Abend noch
    Grüße Denise

    • JE sagt:

      Liebe Denise Chrost,

      Ihre Antwort hat mir sehr gut gefallen…..! Eben „der entscheidende Unterschied“ 🙂

      Herzliche Grüße
      JE

    • Taononymus sagt:

      Hallo Denise,

      … ganz offensichtlich hat „diese Art meiner Beiträge“ dazu geführt, daß Sie sich nun doch noch dazu aufraffen konnten, hier etwas mehr als einen mit ein paar Wortfetzen garnierten Facebook-Link zum Selbststudium einzustellen, um den Lesern dann das Rätselraten darüber zu überlassen, WAS zum Kuckuck Sie damit eigentlich sagen wollten.

      Die Welt, in der dieses Blog hier existieren muß (leider!), das ist eine Welt in der mit Wortfetzen verzierte Links gezielt als Kommentar-Spam auf den Blogs anderer Leute eingesetzt werden um via Klickzahl-Erhöhung Werbeeinnahmen zu generieren. Außerdem ist es eine Welt in der Firmen mittlerweile massenweise Leute allein nur dafür bezahlen, daß sie auf anderer Leute Blogs genau solchen Kommentar-Spam hinterlassen. Und eines der Hauptmedien hierfür ist nun einmal Facebook.

      Aus Ihren Zeilen oben entnehme ich, daß Sie sich wohl nach wie vor nicht bewußt sind, wie sehr Ihr Kommentar denen mancher (nicht aller) Kommentar-Spammer ähnelt. Und auch wenn man dem Link folgt, was ich getan habe, wird dieser Eindruck nicht klar widerlegt, zumidest nicht anhand des dort im Internet ohne Facebook-Zugang frei zugänglichen Inhalts.
      Daher meine gezielte Nachfrage um von Ihnen selbst den Hintergrund zu erfahren, falls Sie kein Kommentar-Spammer sind. Ein solcher hätte allerhöchstwahrscheinlich nämlich gar nicht geantwortet.

      Daß Sie diese Nachfrage nun sofort als aggressiven persönlichen Angriff und als „an den Pranger stellen“ auffassen, das läßt mich nun wieder fragen: in welcher Welt leben eigentlich Sie, wenn sie eine einfache sachliche Rückfrage als dermaßen empörende Majestätsbeleidigung empfinden, daß Sie sie sofort als Attacke denunzieren müssen?
      Gibt es in Ihrer Welt überhaupt die Möglichkeit, durch Nachfragen an Sie persönlich etwas klar zu stellen ohne daß Sie dies als aggressiv empfinden?
      Oder wehren Sie Fragen generell mit dem Verweis auf mangelnde Empathie- und Ratefähigkeiten des Fragenden ab?

      Welche Welt das auch immer ist, ich habe jedenfalls keine Lust hier als Ihr willkommener Blitzableiter der Agressionen herzuhalten, die sich darin anscheinend aufgestaut haben.
      Falls es sich dabei um die unbewußt und ungewollt aber postwendend weitergegebenen Aggressionen Ihrer Fluggäste handelt, mit denen Sie täglich belastet werden, dann hätte ich dafür sogar Verständnis.
      Aber gefallen lassen werde ich es mir deswegen trotzdem nicht.

      Viele Grüße und einen schönen Tag noch 🙂
      Taononymus

    • gitti sagt:

      Hallo Denise!
      Erst einmal freue ich mich sehr über weibliche Verstärkung durch Sie. Zum Thema Agression; auch ich bin sehr hellhörig bei Angriffen die ich nicht deuten kann und die mir nicht zustehen. Sind wir Frauen überempfindlich? was ich nicht glaube….Funktionieren die Spiegelneuronen auch im Netz, und spüren wir genau die Motivation unseres Gegenübers? Ich bin überzeugt es ist so, den die Energiefelder sind fein und nicht an den Ort gebunden. Also Mut! zeigen wir wann wir uns verletzt fühlen (Konditionierung hin oder her).

      Liebe Grüße Gitti

      • Denise sagt:

        Liebe Gitti,

        vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich denke so wie sie und frage mich in dem Moment nur, in wie weit ich mich dann auch mit solchen Situationen weiter auseinander setzen sollte oder nicht. Meistens siegt der Drang in mir mich zurück zu ziehen, auch wenn ich nicht denke, dass jeglicher Konfrontation im Leben aus dem Weg zu gehen ein Weg ist. 🙂 Manchmal muss es ein Gewitter geben, damit die Wolken wieder verschwinden können. Wo sich der eigene Egoismus wohl mit einschaltet und man abwägt ob es eine Situation ist, die für einen selber wichtig zu klären ist, oder nicht. Im privaten Bereich wohl der häufigste Fall. Bei „Fremden“ neige ich dazu, dass es mir egal ist 😉
        Alles Liebe
        Denise

  4. Lieber Herr Fischer, jetzt poltere ich hier so in ihren Blog hinein … aber soll ich Ihnen etwas sagen… es macht Spaß … und ich hoffe sie verzeihen mir, falls es etwas zu verzeihen gibt. 🙂
    Endlich eine Plattform!
    Liebe Grüße
    Denise

  5. Denise sagt:

    Spontanität: S.191
    Als ich noch Single war, ohne Kinder und Mann, hatte ich das große Glück auch bedingt durch meinen Beruf, der mir sehr viel Freizeit zur Verfügung stellte, „spontan“ aus mir selbst heraus zu leben. Diese Dinge ändern sich sehr, wenn man eng mit anderen Menschen ein (Familien) Konstrukt bildet. Das alltägliche Leben wird „geplant“. Charaktere haben das Bedürfnis unter einen Hut gebracht zu werden. Viele Menschen sollen zu einem werden. Das eigene Glück auch abhängig vom Glück der Anderen. Die taoistische Art zu leben stellt hier eine große Herausforderung für mich da.
    Grüße
    Denise

  6. Jack sagt:

    Hallo lieber Herr Fischer,
    und Hallo an alle lieben oder weniger lieben Leser.
    Wenn ich solche Texte wie von Meister Dogen lese, komme ich gar nicht auf die Idee diese als Ratschläge anzusehen. Meine Freiheit ist es alles für mich kritisch zu prüfen, ganz nach dem Motto: Ich bin kein Nachfolger! – Was allerdings eines meiner Lieblings-Fazits aus dem letzten Buch ist.
    Gleich in eine Mausefalle würde ich den Text daher nicht stecken. Ich hoffe allerdings auch, dass Sie mit Mausefalle eine Lebend-Mausefalle meinen, aus der man die kleinen süßen Mäuschen anschließend wieder in ihre Freiheit entlassen kann. Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, wie sie ausgerechnet auf Mausefalle kommen. Habe ich etwas verpasst?
    Egal, weiter zu dem, was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin aber auch der Meinung, dass es sich lohnt, sich mit solchen Texten zu beschäftigen. Vielleicht würde es die Welt ein kleines bisschen besser machen, wenn sich einige Menschen wenigsten solche Texte zu Herzen nehmen würden, anstelle sich überhaupt nicht mit Themen dieser Art auseinander zu setzen. (Zumindest Zeile 1 und Zeile 3, bei Zeile 3 würde ich allerdings das „Erbarmen“ gegen „Achten“ austauschen).
    Viele Grüße
    Jack

    • gitti sagt:

      Hallo Jack!
      Ich bin mir sicher ich habe Herrn Fischer „beim zweiten Anlauf“ richtig verstanden…. wenn man ganz auf sich selbst gestellt ist und das TAO oder die Wahrheit spürt, ist man auf nichts mehr von Außen angewiesen, auch nicht auf die schönsten Texte. Es sind diese Momente im Leben wo man mit Allem eins ist. Diese einzigartige Energie ist es die uns wahrhaftig werden läßt ohne Anstrengung oder Anleitung. Also Dauerzustand ist das bei mir auch nicht, aber ich versuche so eine Art Hintergrundmusik aufrecht zu erhalten.

      einen schönen Sonntag Gitti

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