Vor einem Jahr

WInter 001das Foto von Theo ist jetzt gerade vor einem Jahr aufgenommen. Ich wollte es einfach gerne mal noch hier ins Blog setzen. Das andere letzte von ihm in der gelben Decke finde ich so traurig, das ist schon nicht mehr er. Hier sieht er wirklich noch so aus, wie er war.

Sabine

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5 Antworten zu Vor einem Jahr

  1. gitti sagt:

    Das Foto von Herrn Fischer und die friedlichen Tiere da wird mir warm ums Herz!
    Gitti

  2. Timo sagt:

    Wirklich ein schönes Bild – danke!

    Viele Grüße,

    Timo

  3. Christoph Katz sagt:

    Vielen Dank für dieses so persönliche, so bewegende Bild. Vielen Dank, dass Sie es mit uns teilen, mit uns die wir alle ihn so sehr schätzten.

    Christoph Katz

  4. Alter_Chinese! sagt:

    Jaja, die Viecher fühlen sich rundum wohl bei dem – das kann ich mir vorstellen! 🙂

    Das Bild mit der gelben Decke (orangefarbener Bademantel?) hatte mir auch sehr gut gefallen. Auf eine andere Weise. Ein Blick auf jenes Bild und sofort war alles klar. Kannte diesen speziellen Gesichtsausdruck noch zu gut vom nahenden Todesfall in der eigenen Familie vor einiger Zeit. Damals hatte ebenfalls eine Art Transformationsprozess bereits eingesetzt.

    Dass ein Herr Fischer jetzt auf dieselbe Weise, Entschuldigung, „aus der Wäsche guckte“ wie unser alter Herr einige Zeit zuvor, gab mir die Zuversicht, dass damals wie heute alles auf dem rechten Weg war. Sie sind offenbar denselben Weg gegangen. Es gibt wohl nur diesen einen Weg. Verlaufen ausgeschlossen. Es ist für alle gesorgt.

    Ich war damals beim letzten Atemzug anwesend, als der Körper sich mit einem Mal in eine leblose Hülle verwandelte. Unbeschreiblich. Das eigene Hirn rotiert, sucht nach Vergleichsmustern, findet keine. Dann das Gefühl als habe er mich gerade zum allerersten Mal in meinem Leben wirklich losgelassen (wie beim Fahrradfahrenlernen) – obwohl ich die ganze Zeit über wähnte, das sei bereits vor Jahrzehnten geschehen. Das war die größte Überraschung gewesen damals am Sterbebett. Beschämend für mich. Fing dann, wohl aus diesem Grund, an jämmerlich zu schluchzen wie ein kleiner Junge.

    Später, zuhause, ein nie zuvor gespürtes Gefühl von überwältigender Liebe und „Anwesenheit“ des Verstorbenen und der Gewissheit, dass nun alles gut ist. Auch große Trauer, aber nicht unmittelbar, sondern mit einer Art „Raum“ versehen. All das kam wieder hoch, als ich jenes Foto von Herrn Fischer gesehen hatte: Hier nahm gerade einer Abschied.

    In meinen Träumen ist mein alter Herr mir dann stets wieder als gesunder, kräftiger, beschäftigter Mann in seinen besten Jahren erschienen. Und hat mir ein paar Einzelheiten verraten, die ich nicht wissen konnte, die sich bei Rückfrage zuhause aber als wahr herausstellten. Sogar überraschender Wortwitz war dabei. Mein Alterchen ließ mich posthum noch schmunzeln über seine, wie es mir schien, kreative Art und Weise der Informationsübermittlung.

    Das All-Eins ist schon ein sonderbares Ding!

    Unvergessen, Herr Fischer!

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