Frühling auf La Costa

Als ich an diesem Sonntag über unser Land spazierte, überkam mich unversehens ein ungewöhnlich starkes Gefühl von Freude und Zusammengehörigkeit mit der Natur, das mich an einen Spruch von Ralph Waldo Emerson erinnerte, den ich vor Jahren einmal im TAGundTAO besprochen hatte:

Die größte Wohltat, die uns Felder und Wälder gewähren, ist die Idee einer geheimen Verwandtschaft zwischen dem Menschen und der Pflanzenwelt. Ich bin nicht allein und unerkannt. Sie neigen sich mir zu, und ich neige mich ihnen zu. Das Schwingen der Zweige im Sturm kommt mir neuartig und doch wieder altbekannt vor. es überrascht mich, und doch ist es mir nicht unbekannt. Seine Wirkung ist wie die eines höheren Gedankens oder einer edleren Gemütsbewegung, die über mich kommt, wenn ich meinte, ich dächte richtig und handelte recht.

Also beschloss ich heute Morgen, an diesem Frühlingserleben unsere Gäste – unabhängig von unseren Kursangeboten – teilhaben zu lassen. Der Text Emersons wird heute noch ausgedruckt und in jede Wohnung gelegt und ich will versuchen, in diesen Wochen, da die Natur explosionsartig erwacht, die Menschen, die hier bei uns Rast machen, auf diese einmalige Erfahrung vorzubereiten. Doch unabhängig davon: suchen Sie bei sich zuhause einen magischen Ort auf und öffnen Sie sich diesem Geist, der uns aus der Natur anweht und uns seine Geheimnisse anvertrauen will.

PS: Im April und Mai wären – falls Sie zu uns kommen möchten – noch ein paar Termine frei.

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1 Antwort zu Frühling auf La Costa

  1. Michael sagt:

    Lieber Theo Fischer,

    vielen Dank für das schöne Bild und den inspirierenden Text!
    Auch bei mir hat dieser Beitrag einige Gedanken ausgelöst:
    Alles, was mich in der Gegenwart umgibt, Menschen, Tiere und Pflanzen, gehören zu mir, sind eine Manifestation des Tao.
    Und gerade jetzt im Frühjahr, wo alles Leben aufbricht, wird mir das besonders klar.
    Andererseits ist alles in jedem Augenblick neu und immer anders.
    Deswegen darf ich nicht versuchen, irgendetwas festzuhalten.
    Alles ist ständige Bewegung im unbewegten Tao.
    Nur wer selbst unbewegt ist kann alle Bewegung wahrnehmen.
    Das Tao ist unbewegt, leer und still; nur deshalb kann es die ständig bewegte Schöpfung hervorbringen.
    Die Blüten des Frühjahrs erinnern mich daran, dass nichts wirklich vergeht, sondern sich alles immer wieder neu manifestiert.
    Und dabei ist jede einzelne Blüte eine so komplexe und schöne Manifestation des Lebens wie kein Mensch sie je herstellen könnte.
    Liebe Grüße
    Michael

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