Gibt es Tao wirklich?

Letztes Wochenende hatte ich einen leichten Anfall von Wahnsinn und habe beschlossen, einige Regale umzuräumen, danach mußten auch noch ein paar Schubladen und Schränke dran glauben. Dabei habe ich den untenstehenden Text wiedergefunden. Er hing viele Jahre in meinem Zimmer, und Theo hat ihn regelmäßig bei den Seminaren benutzt.     Nach seinem Tod hatte ich vieles verändert und weggeräumt, und jetzt ist der Text wieder aufgetaucht und ist so passend und beeindruckend wie vor vielen Jahren.                        Sabine

Veröffentlicht unter Taoismus | Ein Kommentar

Einheit – L’Éloge de la Folie

Heute habe ich euch einen Text aus „Tendenzen des Wachstums“ ausgesucht, weil mich ein Leser nach dieser Skulpur von Jean Tinguely gefragt hat.                                                  Das Foto stammt aus dem Museum Tinguely, Basel, mit  dessen freundlicher Genehmigung ich es veröffentlichen darf.

Vor Jahren stand ich einmal in Basel vor einer Installation des Künstlers Jean Tinguely. Es handelte sich um ein grosses Mobilé, bestehend aus Antriebsrädern unterschiedlichster Größe und Form. Sie waren durch Treibriemen, Ketten, exzentrische Gestänge, Kardanantriebe und alle möglichen weiteren mechanischen Verbindungen alle miteinander im Eingriff und bewegten sich, je nach dem Übersetzungsverhältnis mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vorwärts oder rückwärts drehend. Und inmitten dieses bizarren Regelwerkes von Transmissionen befand sich, auf einem Fahrradsattel sitzend, ein menschliches Gebilde. Die Puppe trat mit den Beinen Fahrradpedale und trieb so über die Kette ein Ritzel an, das in das große Räderwerk fest integriert war. Seine beiden Arme bewegten ein weiteres Fahrrad-Pedalrad, dem anstelle der Pedale zwei Handgriffe montiert waren. Auch dieses Rad war über Kette und Ritzel mit dem übrigen Räderwerk verbunden. Das mächtige Kunstwerk zeigte also einen Menschen, der mit Händen und Füßen strampelte und aktiv war. Von dieser Aktion ausgehend, bewegten sich alle Räder, Übersetzungen und Transmissionen des vielgestaltigen, mobilen Mikrokosmos mit. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , | Ein Kommentar

Ferienwohnung La Costa

Im Juli und August sind leider schon beide Wohnungen belegt. Aber im September und Oktober gibt es noch freie Zeiten. Dann ist es auch nicht mehr so heiß hier, und es wird alles wieder grüner.

Veröffentlicht unter Ferienwohnung in Italien | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

An der Quelle des Tao 9

Wer den Bogen überspannt, wird sich wünschen, rechtzeitig aufgehört zu haben.

Wer sein Schwert überscharf schmiedet, dessen Schneide wird nicht lange halten.

Wer sein Haus mit Gold und Edelsteinen füllt, wird sie nicht sicher aufbewahren können.

Wer hochmütig und auf Ehre und Reichtum stolz ist, sät den Samen für den eigenen Untergang aus.

Wer sich zurückhält, wenn das Werk vollbracht ist, erfüllt den Weg des Tao.

In der Phase des aufblühenden deutschen Wirtschaftswunders rief damals der Wirtschaftswissenschaftler Ludwig Erhard das Volk zum Maßhalten auf. Er betonte, eine Volkswirtschaft könne nicht auf Dauer gesund bleiben, wenn die Menschen ihre Ansprüche zu hoch ansetzen würden und nie genug bekämen. Man könnte meinen, Laotses neunter Spruch würde ein Syndrom unserer Zeit abbilden. Der Mensch scheint zu allen Zeiten in seinem Verhalten kein Maß gekannt zu haben, wenn es um Erfolg, Besitz und Macht ging. Offenbar gab es im alten China ähnliche Erscheinungen wie in unseren Tagen, wo Leute, die zehn Milliarden besaßen keine Ruhe gaben, bis es zwanzig waren. Und wer in bescheidenem Wohlstand lebte, war damit keinesfalls zufrieden – man versuchte zu allen Zeiten, aus Wohlstand Reichtum zu machen, und es gab emotional keine Marke der Sättigung, an der menschliche Gier eine Grenze akzeptierte. Laotse wusste um das Krankheitsbild der Sucht nach Reichtum und er wies darauf hin, dass das Mehrfache an Besitz auf keinen Fall automatisch ein Mehrfaches an Sicherheit beschert. Im Gegenteil nimmt die Angst vor Verlust proportional mit dem Anwachsen der Reichtümer zu. Auch war einst wie heute klar: wer sich maßlos bereichert, kann dies niemals tun, ohne dass es zu Lasten seiner weniger begünstigten Mitmenschen geht. Die Gier, immer mehr zu haben und zu erreichen drückt wie kaum ein anderes soziales Krankheitsbild einen tragischen Mangel an Mitgefühl aus. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

An der Quelle des Tao 6

Der Geist des Tales stirbt nicht, das heißt das dunkle Weib.

Das Tor des dunklen Weibes, das heißt die Wurzel von Himmel und Erde.

Ununterbrochen wie beharrend wirkt es ohne Mühe.

In der Schöpfungsgeschichte der Bibel steht am Beginn die Nacht. Laotse hat seine Sprüche lange nach der Genesis geschrieben, aber ich bin sicher, er hatte keinen Zugang zum israelischen Schriftgut. Dennoch setzt Laotse ebenfalls die Dunkelheit an den Anfang der Dinge. Die Poesie des Satzes „Der Geist des Tales stirbt nicht“ weist auf die unendliche Existenz des Tao hin. Und ich empfinde jedes Mal heimliche Freude, wenn ich wieder eine Textpassage an die Hand bekomme, in der Laotse in einer von Männern beherrschten Welt dem Weiblichen den Vorzug gibt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Ton – Töne – Tao – der etwas andere Urlaub

Ton

                                   Töne

 

 

 

Tao

 

 

 

 

Nachdem das Reisen innerhalb Europas wieder leichter wird und Italien inzwischen ein richtiger „Corona-Musterschüler“ ist, kann man so langsam mit der Urlaubsplanung beginnen.

Wie wäre es also dieses Jahr mit einem etwas anderen Urlaub? Kein Geschrei am Strand oder Swimmingpool, keine Touristenmassen, die sich durch die Straßen wälzen, kein anstrengendes Sightseeing jeden Tag…..

Stattdessen ein ruhiger Ort in einem großen, grünen Garten, zwei gemütliche, rustikale Ferienwohnungen, ein kleines Dorf mit echt italienischem Flair, Burgen, Schlösser, kleine Städte, die man in aller Ruhe anschauen kann, aber nicht muss.

Und dazu etwas für sich selber tun, wegkommen von der Alltagshektik, die Hände mit Ton beschäftigen und dabei Sorgen und Probleme lösen. Musizieren und dabei in eine andere Welt eintauchen. Bei Gesprächen über das Tao eine andere Sicht auf die Dinge gewinnen.

Man kann natürlich auch einfach “nur“ Urlaub machen, faul in der Sonne liegen, lesen, das piemontesische Essen und die Weine der Langa genießen.

Veröffentlicht unter Ferienwohnung in Italien, Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

An der Quelle des Tao 8

 

Höchste Güte ist wie das Wasser.

Des Wassers Güte ist es, allen Wesen ohne Streit zu nützen.

Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten. Darum steht es dem Tao nahe.

Beim Wohnen zeigt sich die Güte an dem Platz.

Beim Denken zeigt sich die Güte in der Tiefe.

Beim Schenken zeigt sich die Güte in der Liebe.

Beim Reden zeigt sich die Güte in der Wahrheit.

Beim Walten zeigt sich die Güte in der Ordnung.

Beim Wirken zeigt sich die Güte im Können.

Beim Bewegen zeigt sich die Güte in der rechten Zeit.

Wer sich nicht selbst behauptet, bleibt eben dadurch von Tadel frei.

 

Eine treffendere Metapher für das Wirken des Tao als das Wasser zu suchen wäre ein hoffnungsloses Unterfangen. Laotses Denkweise wurde allerdings laut zeitgenössischen Deutungen weniger von der Urkraft und Gewalt des Stromes beeinflusst – diese bevorzugt Chuang tzu – als vom Wasser als Sinnbild der Stärke von Sanftmut und Weisheit. Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten. Darum steht es dem Tao nahe. Mit den zwei Sätzen betont Laotse das Nicht-Streben, das Sein an Stelle von Werden, den Verzicht auf Bedeutung. Er vergleicht die scheinbar niedrigste Stellung des wesenhaften Menschen mit dem Wasser, weil sich Wasser immer an den tiefsten Stellen sammelt. Flüsse brauchen Täler, Quellen das Gefälle im Gebirge, um zum Strom zu werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

82 Jahre Leben

Heut vor 8 Jahren ist Theo gestorben. Er war 82. Ein Leben als Steuerberater – Unternehmensberater – Bauer – Schriftsteller, Maler– Taoist. Mit 2 Ehefrauen (hintereinander, nicht gleichzeitig 😉   3 Kindern, 2 Enkelkindern und inzwischen einem Urenkel, den er allerdings nicht mehr kennengelernt hat. Ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen. Und ich glaube nicht, dass er irgendetwas davon bereut hat.

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

An der Quelle des Tao 25

Es gibt ein Ding, das ist unterschiedslos vollendet.

Bevor der Himmel und die Erde waren, ist es schon da, so still, so einsam.

Allein steht es und ändert sich nicht. Im Kreis läuft es und gefährdet sich nicht.

Man kann es die Mutter der Welt nennen. Ich weiß seinen Namen nicht.

Ich bezeichne es als Tao.

Ihm mühsam einen Namen gebend, nenne ich es Groß. Groß, das heißt immer bewegt.

Immer bewegt, das heißt ferne. Ferne, das heißt zurückkehrend.

So ist das Tao groß, der Himmel groß, die Erde groß, und auch der Mensch ist groß.

Vier Große gibt es im Raum,und der Mensch ist auch darunter.

 Der Mensch richtet sich nach der Erde. Die Erde richtet sich nach dem Himmel.

Der Himmel richtet sich nach dem Tao. Das Tao richtet sich nach sich selber.

In seinem 25. Spruch zeichnet Laotse in einer poetischen, metaphernreichen Sprache die Prinzipien des ewig wirkenden Tao nach. Wir begegnen in diesem Text wieder einmal erneut dem bekannten Dilemma, mit einer für diesen Zweck unzulänglichen Sprache Wesen und Arbeitsweise eines unbekannten Urgrundes zu beschreiben. Man meint beim Lesen des Spruches förmlich Laotses Mühe auf der Suche nach einem Namen zu spüren. Dass er es Tao nennt löst das Problem nicht, weil diese drei Buchstaben keine Hinweise auf seine Wesenseigenschaften enthalten. Laotse entkommt der verbalen Zwickmühle nicht, wenn er synonym auf den Begriff Groß ausweicht. Sofort muss er nachsetzen und Groß erklären, nicht unbedingt gelungen, wie die folgenden Zeilen erkennen lassen. Der Versuch ehrt ihn, etwas niederzuschreiben, was sich jeder Beschreibung entzieht. Darum brauchte speziell dieser 25. Spruch bereits vor 2300 Jahren aus der Feder seiner Interpreten etliches an deutenden Texten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare

An der Quelle des Tao 2

Wenn auf Erden alle das Schöne als schön erkennen, so ist dadurch schon das Hässliche gesetzt.

Wenn auf Erden alle das Gute als gut erkennen, so ist dadurch schon das Nichtgute gesetzt.

Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander. Schwer und Leicht vollenden einander.

Lang und Kurz gestalten einander. Hoch und Tief verkehren einander.

Stimme und Ton sich vermählen einander. Vorher und Nachher folgen einander.

 

Also auch der Berufene:

Er verweilt im Wirken ohne Handeln. Er übt Belehrung ohne Reden.

Alle Wesen treten hervor, und er verweigert sich ihnen nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

 

Würden wir die Täler zuschütten, hätten wir keine Berge mehr. Ich weiß nicht, von wem diese Weisheit stammt, aber Laotse hätte sie gut an den Anfang dieses Textes stellen können. Nach dem ersten Spruch mit der Offenbarung vom Tao, das nicht das ewige Tao ist, sobald man es benennen kann, setzt er im zweiten Spruch seines Werkes den Eckstein für das Entstehen der Polarität. Zeile um Zeile führt er uns vor, wie der menschliche Verstand sich seine Welt in Gegensätze unterteilt und wie im Grunde unser ganzer Wahrnehmungsapparat über den Vergleich der Kontraste zueinander operiert. Forscher, die sich mit dem menschlichen Verhalten befassen, schreiben uns sogar die Fähigkeit ab, ein Ding überhaupt als vorhanden zu erkennen, wenn es sich nicht durch irgendeine Kontrastwirkung von anderen Dingen unterscheidet. Praktisch so ähnlich, als würden wir einen grünen Mann vor einer grünen Wand suchen. Und nicht nur das. Unsere Psyche ist so konditioniert, dass sie ständig das Bedürfnis hat, Gegensätze miteinander zu versöhnen – sie wollen Yin zu Yang machen oder Gewalttätigkeit in Gewaltlosigkeit umwandeln. Laotse weist in der ersten Hälfte des Spruches auf die Absolutheit von Gegensätzen hin, wie sie von uns Menschen durch unser Bewerten und durch unsere Sucht nach festgelegten Formeln definiert werden. In der zweiten Hälfte weist Laotse am Beispiel seines Berufenen auf die Chancen hin, die Kontraste mit Hilfe einer bestimmten Geisteshaltung „einzuebnen“. Ich habe den Begriff einebnen aus dem taoistischen Wortschatz übernommen. Im Sinne unserer westlichen Denkungsart käme das Wort mehr dem Zuschütten der Täler nahe – was viele Menschen, mit den Untiefen des Schicksals konfrontiert, auch zu tun versuchen. Doch das meinen die Taoisten damit nicht. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Schreib einen Kommentar

An der Quelle des Tao 7

Der Himmel ist ewig und die Erde dauernd.

Sie sind dauernd und ewig,  weil sie nicht sich selber leben.

Deshalb können sie ewig leben.

Also auch der Berufene: Er setzt sein Selbst hintan und sein Selbst kommt voran.

Er entäußert sich seines Selbst, und sein Selbst bleibt erhalten.

Ist es nicht also: Weil er nichts Eigenes will, darum wird sein Eigenes vollendet?

 

In den einleitenden Sätzen seines siebten Spruches liefert Laotse uns den Hinweis auf ein Sein ohne Ende, indem er den Berufenen mit Himmel und Erde gleichstellt. Darauf Bezug nehmend schildert Chuang tzu in launigen Metaphern, wie das Tao in seiner Identität als Himmel, Erde und analog als ein Mensch des WEGES durch Nichtstun handelt, ohne dass es einen Versuch gibt, über das schiere Vorhandensein hinaus ein Selbst zu produzieren, das sich in den Vordergrund drängt: Der Himmel bedeckt alles in gleicher Weise. Die Erde stützt alles in gleicher Weise. Kleine Hügel  stapeln sich aufeinander und werden ein Berg. Flüsse fließen zusammen und werden ein großer Strom. Das Tao ist einem großen Sumpfland vergleichbar, wo Bäume aller Art wachsen. Seht den Berg an: er duldet Bäume und Felsen auf dem gleichen Hang. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Schreib einen Kommentar

Die Nebel lichten sich……

……………nicht nur im Tal unterhalb von La Costa sondern auch in der Corona-Situation. Ab morgen dürfen wir wieder Gäste empfangen, die Quarantänepflicht ist aufgehoben, ein negativer Test sollte schon noch sein. Geschäfte und Restaurants öffnen und man kann sich wieder von einer Region in die andere bewegen.

Und natürlich würde ich mich über Gäste freuen. Dazu muss ich allerdings jetzt was loswerden. Ich habe es langsam satt, mich immer wieder dafür rechtfertigen zu müssen, dass es in den Ferienwohnungen keine Fernseher gibt (Wlan gibt es!),  dass vor der Tür kein Swimmingpool ist, dass die Wohnungen klein und einfach sind, und die Ausstattung einem ganz normalen Standart entspricht. La Costa ist ein altes Bauernhaus und sollte bei der Renovierung auch genau diesen Charakter behalten.

Außerdem sind mir Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit sehr wichtig, dafür bekommen Gäste Natur pur, Ruhe und noch ein paar Extras (Töpfern, Musik, Italiensich) wenn sie denn möchten.

Die Zufahrt zum Haus ist zwar asphaltiert, aber in schlechtem Zusatnd. Also nichts für tiefliegende Sportwagen.

Wer sich jetzt trotzdem noch angesprochen fühlt, kann sich ja auf meiner Website #cascinalacosta.de#  nochmal informieren und dann vielleicht buchen.

Veröffentlicht unter Ferienwohnung in Italien | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Ostern

Der Wetterbericht ist miserabel für die Alta Langa, der harte Lockdown wird über Ostern nochmal verschärft – die Strafen bei Nichtbefolgen sind gesalzen – Gäste sind natürlich auch nicht da, Trioproben fallen schon seit 3 Wochen wieder aus,  unser für Ostersamstag geplantes Konzert sowieso, und das alles soll auch noch bis Ende April weitergehen. Nicht unbedingt ein optimistisch stimmender Ausblick.

Auf der anderen Seite ist es schon die ganze Zeit warm und sonnig, die wilden Kirschbäume blühen, vor ein paar Tagen hab ich den ersten Kuckuck gehört und gestern früh die erste Nachtigall. Nur die Bienenfresser fehlen noch. Dafür saß 2 Nächte lang ein Nachtpfauenauge direkt neben der Eingangstür. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Ein Kommentar

An der Quelle des Tao 70

Meine Worte sind sehr leicht zu verstehen, sehr leicht auszuführen.

Aber niemand auf Erden kann sie verstehen, kann sie ausführen.

Die Worte haben einen Ahn. Die Taten haben einen Herrn.

Weil man die nicht versteht, versteht man mich nicht.

Eben dass ich so selten verstanden werde, darauf beruht mein Wert.

Bis auf den Hinweis auf den „Ahn der Worte“ und den „Herrn der Taten“ scheint Laotses siebzigster Spruch im Vergleich zu anderen Verlautbarungen des Weisen leicht zu verstehen, wie er es auch in der ersten Zeile betont. Doch dieser erste Eindruck täuscht. Selbst Lin Yutang, ein profilierter Interpret alten chinesischen Schriftgutes, macht einen Bogen um den obigen Text. Er übersetzt ihn zwar, doch er lässt ihn unkommentiert stehen. Lediglich den Ahn streicht er heraus und ersetzt ihn durch „In meinen Worten liegt ein Prinzip“ und den Herrn der Taten ersetzt er durch „In den Angelegenheiten der Menschen liegt ein System.“ Im Grunde zwei platte, nichts sagende Sätze. Auch von Chuang tzu, der sonst kaum etwas auslässt, kenne ich keine Stellungnahme dazu. Dabei ist Laotses wehmütige Kritik so etwas von vernichtend in Bezug auf die Verständnisbereitschaft der Menschheit. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Taoismus | Verschlagwortet mit , , , , , | 3 Kommentare

Weihnachten 2020

Allen Taoleserinnen und Taolesern wünsche ich schöne, ruhige und    besinnliche Feiertage und einen guten Jahresanfang.        

ich habe ganz bewußt kein Winterbild ausgewählt, sondern eines mit Hund, Katzen, Blumen, grüner Wiese, um meine Hoffnung auszudrücken, dass wir im kommenden Jahr das alles wieder genießen können. Und dass vielleicht der eine oder die andere es sogar hier genießen kann.

Bis dahin gebt alle auf euch und die anderen acht und bleibt gesund,                                        Sabine

Veröffentlicht unter Ferienwohnung in Italien, Taoismus | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare