Ton-Töne-Tao…der etwas andere Urlaub!

Wie wäre es dieses Jahr mit einem etwas anderen Urlaub? Kein Geschrei am Strand oder Swimmingpool, keine Touristenmassen, die sich durch die Straßen wälzen, kein anstrengendes Sightseeing jeden Tag…..

Stattdessen ein ruhiger Ort in einem großen, grünen Garten, ein kleines Dorf mit echt italienischem Flair, Burgen, Schlösser, kleine Städte, die man in aller Ruhe anschauen kann, aber nicht muss.

Und dazu etwas für sich selber tun, wegkommen von der Alltagshektik, die Hände mit Ton beschäftigen und dabei Sorgen und Probleme lösen, musizieren und dabei in eine andere Welt eintauchen, bei Gesprächen über das Tao eine andere Sicht auf die Dinge gewinnen.

Das alles ist möglich hier, wo Theo 16 Jahre lang gelebt und gearbeitet hat.

Man kann natürlich auch einfach “nur“ Urlaub machen, faul in der Sonne liegen, lesen, das piemontesische Essen und die Weine der Langa genießen.

Interessiert? Dann gibt es hier noch mehr Infos: https://www.tonundtao.de

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Des großen Lebens Inhalt folgt ganz dem Tao

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Des großen Lebens Inhalt folgt ganz dem Tao.                                                                           Das Tao bewirkt die Dinge. So chaotisch, so dunkel.                                                             Chaotisch, dunkel sind in ihm Bilder.                                                                                     Dunkel, chaotisch sind in ihm Dinge.                                                                                    Unergründlich finster ist in ihm Same.                                                                                    Dieser Same ist ganz wahr. In ihm ist Zuverlässigkeit.                                                                                                                                 Von alters bis heute sind die Namen nicht zu entbehren,                                                              um zu überschauen alle Dinge.                                                                                                 Woher weiß ich aller Dinge Art? Eben durch sie.

Den einundzwanzigsten Spruch Laotses habe ich wegen der letzten Zeile ausgewählt, weil diese in aller Klarheit sagt, wie sich das taoistische Denken den grundlegenden Fragen des Seins nähert. Doch sobald ich die einleitenden Sätze überlas, wurde mir bewusst, dass ich Ihnen Laotses gewaltige Stellungnahme zum Schöpfungsprozess nicht unterschlagen durfte. Um das Jahr 500 vor der Zeitrechnung gab es zwar Astronomen, aber noch lange nicht die Chaostheorie, die ihre Existenzberechtigung erst durch die Einsichten der Astrophysik bekam. Laotse beschreibt mit leidenschaftlichen Worten das Dunkel vor der Geburt der Welten und das Chaos im Universum, von dem wir erst in unserer Zeit dank der leistungsstarken Radioteleskope erfahren. Im Tao te king blickt er um Milliarden Jahre zurück und klärt in knappen Worten auf, wie das Tao die Dinge aus dem Nichts  hervortreten ließ. Laotse fand in der Beobachtung des Universums und damit in sich selbst die Nachrichten vom Chaos im Weltraum. Ohne die Hilfe eines Hubble-Teleskopes durfte er bezeugen, wie in unvorstellbar ferner Vergangenheit Sonnen explodierten und zu Nebeln wurden, wie die Galaxien sich formten, und er erfuhr von der Geburt junger Sterne. Wir mögen Laotses Kommentar zum Chaos, aus dem alles Geschaffene hervorgeht, als zu knapp, zu pauschal empfinden. Aber was bekommen wir denn in unseren Tagen außer phantastischen Bildern und den Kommentaren der Astrophysiker weiter geboten? Ihre Hypothesen bleiben auf Prozesse beschränkt, in denen aus dem Chaos bereits berechenbare Ordnungszustände hervorgegangen sind. Das Chaos selbst bleibt noch immer unbeschreiblich. Konstellationen, die wir begreifen, verändern sich zwar weiterhin, aber analog unserem Zeitgefühl unendlich langsam. Darum können wir trotz des nach wie vor chaotischen Verhaltens des Schöpfungsprozesses Muster ableiten, die zumindest für ein paar Jahrtausende stabil bleiben oder in dieser Spanne nur geringfügig mutieren. Nichtsdestoweniger ist die Evolution nicht von einem bestimmten Datum an abgeschlossen. Sie ist ein Kontinuum, welches das Universum nach wie vor verändert. Der unergründliche, finstere Same des Tao wirkt weiter. Weiterlesen

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Weihnachten 2018

Allen Leserinnen und Lesern der Taobaustelle wünsche ich ein ruhiges , friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2019!

Diesmal zu Weihnachten ein Winter- und ein Sommerbild. So wie oben sieht es zum Glück noch nicht aus, und ich hätte auch nichts dagegen, wenn mir diese Schneemassen nächstes Jahr erspart blieben. Aber dafür sieht es im Frühling dann wieder so aus.

Und dann ist La Costa auch wieder offen für Gäste. Ich freu mich drauf. Sabine

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Dialog im Herbst

Heute ist Theos fünfter Todestag. Viele von euch werden die Geschichte, die er vor ca. 25 Jahren geschrieben hat schon kennen, aber manche vielleicht auch nicht

Droben in der Krone des knorrigenBaumes hing noch ein einzelnes Blatt. Es klammerte sich mit letzter Kraft an den Zweig, dem es im Frühling entsprossen war. Gelb und durchscheinend, ohne eine Spur des einstigen Grüns, bewegte es sich im Wind. Alle anderen Blätter  moderten bereits am Fuße des Stammes, strömten als Nährstoff dem Wurzelgeflecht zu, den Kreislauf der Natur vollendend. „Was hält dich noch?“ fragte der Baumdas Blatt, „lass endlich los und begib dich zur Ruhe.“ Weiterlesen

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Das Piemont – eine der schönsten Reiseregionen!

Reisepläne für nächste Jahr?  Wie wäre es mit dem südlichen Piemont? Steht grade auf Platz 1 der sehenswerten Urlaubsziele für 2019.

https://www.lonelyplanet.com/best-in-travel/regions?fbclid=IwAR2RPTFNINvvVUV6ZTKYooLc984sRQ4xzmEilZe2uJxE5mNbC9_3gFNsDQ0

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Was du zusammendrücken willst, das musst du erst richtig sich ausdehnen lassen.

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Was du zusammendrücken willst, das musst du erst richtig sich ausdehnen lassen.       Was du schwächen willst, das musst du erst richtig stark werden lassen.                        Was du vernichten willst, das musst du erst richtig aufblühen lassen.                              Wem du nehmen willst, dem musst du erst richtig geben.

Als Eröffnung möchte ich an Stelle einer metapherschweren Auslegung des Laotse-Textes eine kleine Episode zum Besten geben, in der speziell die Anwendung der Ratschläge aus dem 36. Spruch zum Tragen kommt. Wir hatten 1996 bereits unser Haus in Frankreich via Vorvertrag an ein deutsches Architekten-Ehepaar verkauft, als der Besitzer unseres Objektes in Italien auf Drängen seiner Kinder die Zusage zurücknahm, es uns zu geben. Weihnachten stand vor der Tür und wir lebten quasi in einem Haus, das uns juristisch nur noch bedingt gehörte. Nach den Feiertagen rief uns der französische Notar an und riet, wir sollten den notariellen Kaufvertrag noch vor Jahreswechsel ratifizieren, weil ab Januar die Grunderwerbsteuer drastisch erhöht werde. Wir mussten ergo entscheiden, ob wir unsere potenziellen Käufer weiter hinhalten sollten oder Nägel mit Köpfen machen samt dem Risiko, gewissermaßen für einige Zeit obdachlos zu sein. In dieser Situation kam mir das obige Zitat von Laotse in den Sinn und ich schritt zur Tat. Ich ging das Wagnis ein und informierte unsere Käufer, dass bis spätestens 31. Dezember aus den besagten Gründen der Kaufvertrag unter Dach und Fach gebracht werden müsse. Der Entschluss zahlte sich aus: das Käuferpaar lehnte empört den Weg zum Notar ab, man habe das Geld so kurzfristig nicht bereit und sie würden darum vom Vorvertrag mit sofortiger Wirkung zurücktreten. Wir hatten also unser Haus mit allen Rechten wieder – Laotses Rat hatte ins Schwarze getroffen. Weiterlesen

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Wiederkehr ist die Bewegung des Tao

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Wiederkehr ist die Bewegung des Tao                                                                                Sanftheit ist die Wirkung des Tao                                                                                                      Alle Dinge dieser Welt entstehen aus dem Sein                                                                           Das Sein entsteht aus dem Nichtsein

Die im vorigen Jahrhundert gewonnenen Resultate wissenschaftlichen Forschens über die Beschaffenheit von Mensch und Welt bestätigen verblüffend, was einst Laotse beim intuitiven Betrachten herausfand – und was sogar Konfuzius, ein leidenschaftlicher Pragmatiker, eingestehen musste. Das Universum ist nicht das feste, unzerstörbare Gebilde, das uns die Lehren von Newton, Kopernikus oder – bezogen auf unser Bewusstsein – Descartes beschreiben. Es bildet sich nach einem unglaublich komplizierten Bauplan kontinuierlich aus dem Nichts und entschwindet in extrem kurzen Zyklen wieder dahin zurück. Wobei zu vermerken wäre, dass ohne dieses Nichts die sichtbaren Formen gar nicht erkennbar wären. Das Nichts ist es im Grunde, das jeder Form, jedem Geschöpf seine Gestalt erst möglich macht. Rechnet man unser Wissen um die eigene Sterblichkeit hinzu und die Erfahrung der oft nur begrenzten Haltbarkeit vieler Dinge, die uns etwas bedeuten – bis hin zur sich verändernden Landschaft – dann entsteht ein Weltbild, dessen Grundprinzip von Anfang an Wandel und Unbeständigkeit zu sein scheint. Weiterlesen

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Schaffe Leere bis zum Höchsten

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Schaffe Leere bis zum Höchsten!  Wahre die Stille bis zum Völligsten!Alle Dinge mögen sich dann zugleich erheben.  Ich schaue, wie sie sich wenden.
Die Dinge in all ihrer Menge,  ein jedes kehrt zurück zu seiner Wurzel.Rückkehr zur Wurzel heißt Stille.  Stille heißt Wendung zum Schicksal,
Wendung zum Schicksal heißt Ewigkeit.  Erkenntnis der Ewigkeit heißt Klarheit.

Wenn Sie die obigen Zeilen aus Laotses 16. Spruch aufmerksam und eventuell mehr als einmal lesen, beginnen Sie vielleicht zu ahnen, dass hier in einer für uns ungewohnten Sprache die Antwort auf das steht, was die Philosophen seit Jahrhunderten zu entschlüsseln suchen. Der Text stammt aus der Übersetzung von Richard Wilhelm, den ich persönlich als den besten Kenner und seriösesten Interpreten des Taoismus einschätze. Es ist die Antwort auf die Sinnfrage. Sie ist nicht einfach zu verstehen, einmal wegen ihrer kaum mit unserer Alltagssprache konformen Wortwahl und zum anderen, weil wir zu ihrem Verständnis vorher die Grundannahme über unsere Individualität und die meisten unserer Glaubenssätze aufgeben müssten. In der Übersetzung Lin Yutangs liest der Spruch sich eine Idee verständlicher: Weiterlesen

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An der Quelle des Tao

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Was noch ruhig ist, lässt sich leicht ergreifen.                                                                                Was noch nicht hervortritt, lässt sich leicht bedenken.                                                               Was noch zart ist, lässt sich leicht zerbrechen.                                                                             Man muss wirken auf das, was noch nicht da ist.                                                                         Man muss ordnen, was noch nicht in Verwirrung ist.                                                                  Ein Baum von einem Klafter Umfang entsteht aus einem haarfeinen Hälmchen.                  Ein neun Stufen hoher Turm entsteht aus einem Häufchen Erde.                                               Eine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinen Füßen.

Ehe Sie weiter lesen, hätte ich die Bitte, dass Sie den obigen Spruch zuerst auf sich einwirken lassen und in sich hinein lauschen, was er Ihnen zu Ihrer persönlichen Lebenssituation sagen möchte. Welche Assoziationen lösen Laotses Worte in Ihnen aus? Stellen sich Gedanken an Gewohnheiten ein, an Anfänge, die einst Spinnweben waren, heute aber zu Drähten geworden sind, zu Fesseln, die sich nicht mehr so leicht abstreifen lassen? Was noch ruhig ist, lässt sich leicht ergreifen. Der Satz, für sich allein stehend, klingt harmlos. Er gewinnt in dem Maß an Gewicht, in dem sich in unserem Leben eine Krise zusammenbraut. Nehmen wir uns zur Verdeutlichung ein simples Beispiel vor, einen schleichenden Vorgang, dessen Anfänge selten die spätere Gefahr erkennen lassen: An einem kalten Wintertag bietet Ihnen im Skihotel ein Bekannter eine Prise Schnupftabak an. „Nehmen Sie einen Schmalzler“, sagt er, „das tut gut und macht die Nase und die Atemwege frei.“ Sie haben keine rechte Lust, aber aus Höflichkeit, um den anderen nicht zu verstimmen, nehmen Sie die kräftige Prise, die er Ihnen aus einer winzigen Blechdose auf den Handrücken schüttet. Der Lustgewinn hält sich in Grenzen, aber als Ihnen am gleichen Tag vom gleichen Mann nochmals das Döschen offeriert wird, greifen Sie zu und bedienen sich diesmal sogar selbst. Es dauert nicht lange, dann stehen Sie einige Tage später vor dem Kiosk einer erstaunlichen Auswahl an Schnupftabaken gegenüber mit allen möglichen Geschmacksrichtungen und sie wehren sich erst gar nicht gegen die Versuchung und kaufen eine Sorte mit Minze, bereits beschließend, sich bei dem Bekannten für seine Gabe zu revanchieren. Und wieder daheim, im Alltag, ertappen Sie sich dabei, dass Sie das Döschen geleert haben. Nicht an einem Stück, aber so nach und nach. Und Sie reden sich ein, es sei Neugier, dass Sie diesmal beim Kauf der zweiten Ration Ihres Lebens eine andere Mischung wählen. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Sie finden Ihre Lieblingssorte heraus, die Intervalle, in denen Sie das Gefühl haben, eine Prise zu brauchen, werden kürzer und bald sind Sie Stammkunde im Tabakladen und das Mädchen hinter der Theke lächelt Sie an und greift zielsicher zur inzwischen vertrauten Marke. Die Zunahme der Gewohnheit vollzieht sich allmählich.  Später ist es unmöglich, den Zeitpunkt zu bestimmen, wo die Mutation von Gewohnheit zur Sucht stattfand. Auf der Strecke bis dahin gäbe es etliche Stationen, wo man leicht noch hätte Abhilfe schaffen können – wäre da nicht bereits das Gefühl von Verlust gewesen, wenn es galt, auf den kleinen Lustgewinn zu verzichten, der sich so leicht beschaffen ließ. Das meint Laotse, wenn er fort fährt: Was noch zart ist, lässt sich leicht zerbrechen. Weiterlesen

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TagundTao Juni 2008

auch wenn das Bild nach Sommer,  Sonne und Ferien aussieht, hier regnet es seit ca. 6 Wochen mit nur sehr kurzen Sonnenpausen. In einer dieser Pausen hab ich das Foto gemacht. Hier war eigentlich einmal unser Gemüsegarten, aber da mir die Arbeit alleine zu viel wird, ist es jetzt eben Wiese und damit ein schöner Platz für eine Hängematte für meine Gäste.                                                                                                                                       Und passend zum Junianfang habe ich den Leitartikel aus dem TagundTao Heft vom Juni 2008 ausgesucht.                                                                                                                         Sabine

Juni 2008

Liebe Leserin,  lieber Leser,

 ich möchte mich heute ohne weitere Umschweife wie „es wird Sommer und die Ferien stehen wieder mal vor der Tür“ oder ähnlichen Plattheiten einem Problem zuwenden, das viele von Ihnen beschäftigt und das zugleich mitverantwortlich für ein nur gelegentliches, eher vom Zufallsgenerator bestimmtes Gelingen der Prinzipien des Nichthandelns ist. Im Vorwort zu seiner Übersetzung des Tao te king erwähnt Richard Wilhelm die Schwierigkeiten Laotses, vom Standpunkt des obersten Prinzips aus zur alltäglichen Wirklichkeit herabzusteigen. Wilhelm überlässt Mephistopheles aus Goethes Faust das Wort, der das Dilemma ausdrückt:

Der Gott, der mir im Busen wohnt, kann tief mein Innerstes erregen.

Der über allen meinen Kräften thront, er kann nach außen nichts bewegen.

Wilhelm hat damals ganz richtig erkannt, dass sich die Problematik zwischen dem Menschen und dem schöpferischen Grund durch Glauben oder Philosophieren allein nicht auflösen lässt. In seinem Text fährt er fort: „Dem Wirklichen wohnt ein irrationaler Rest inne, der sich denkend nicht erfassen lässt. Vielleicht ist eben dieser irrationale Rest der Daseinsgrund alles Individuellen. An ihm hat sich seit Urzeiten die Menschheit wundgerieben, ohne eine Antwort auf ihre Frage zu finden – die vielleicht überhaupt nicht anders als durch den Einzelnen für ihn zu lösen sind.“

 Lassen Sie uns untersuchen, warum ES, obgleich seine Kräfte in uns wohnen, nicht nach außen dringt und genesend auf unser Leben einwirkt. Weiterlesen

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Erleuchtung

Eine Taoleserin hat mir vor einiger Zeit einen link zu einem Interview geschickt, das Steven Harrison bei einem  „Kongress über Erleuchtung“ gegeben hat.

https://www.youtube.com/watch?v=WYwR6BvOKlg

Ich fand es sehr amüsant zu hören, bei manchem dachte ich, das könnte auch Theo gesagt haben.  Und ich mag solche „nicht-erleuchteten“ Menschen 😉

Und damit wünsche ich euch ein schönes und sonniges Osterfest.                                               Sabine

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Das Lied des Narren

  Phönix! Phönix! Täglich wird es trüber,                                                                                     Zukunft will nicht kommen, alles ist vorüber.                                                                                   Hat die Welt Tao, der Heilige wirkt.                                                                                                     Fehlt der Welt Tao, der Heilige sich birgt.                                                                                   Heutigen Tags ist alles verwirkt.                                                                                                        Glück ist so federleicht, nie wird’s gefangen.                                                                                   Unglück so erdenschwer, nie wird’s umgangen.                                                                               Niemals, Niemals, teile dich mit.                                                                                      Gefährlich, gefährlich ist jeder Schritt.                                                                                  Dornen, Dornen, hemmt nicht den Lauf.                                                                                  Irren, Wirren, haltet nicht auf.

 Der Baum auf dem Berg beraubt sich selbst. Das Öl in der Lampe verzehrt sich selbst. Der Zimtbaum ist essbar, drum wird er gefällt. Der Lackbaum ist nützlich, drum wird er zerspellt. Jedermann weiß, wie nützlich es ist, nützlich zu sein, und niemand weiß, wie nützlich es ist, nutzlos zu sein.

 Das Gedicht und der Text darunter stammen von Chuang tzu. Ich habe ihn seiner Überschrift wegen ausgewählt, weil neben dem Jahresbeginn auch der Karneval noch in den Zeitrahmen dieses Heftes fällt. Ich möchte mich heute ein wenig über Narren und Närrischsein mit Ihnen unterhalten. Weiterlesen

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TagundTao

heute vor 4 Jahren ist Theo gestorben. Der untenstehende Artikel ist der letzte Leitartikel aus dem letzten TagundTao Heft. Geschrieben also im Oktober 2012, als er schon krank war, aber immer noch einen ungeheuren Lebenswillen hatte.

Heft 74 November/Dezember 2012

Liebe Leserin, lieber Leser,

diesen letzten Leitartikel schreibe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem lachenden, weil mit diesen Zeilen die Last von 8 Jahren Terminzwang von meinen Schultern fällt. Als das Heft noch monatlich erschien, war es manchmal ein Wettlauf mit der Zeit, die Texte alle fertig zu schreiben und dann noch mit den unzulänglichen Mitteln eines kleinen Laser-Druckers tausend und mehr Blatt Papier doppelseitig zu drucken. Wenn der Drucker nach einigen hundert Seiten heiß lief, arbeitete er speziell bei den Rückseiten nicht mehr richtig, und es gab jedes Mal eine Menge Ausschuss. Auch der Verbrauch an Druckpatronen war beachtlich – es war Monat für Monat eine Zitterpartie, überhaupt die Kosten einzufahren. Weiterlesen

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Lebenskunst

manchmal nehme ich morgens ganz wahllos eines der TagundTao-Hefte aus dem Regal und schlage irgendeine Seite auf.  Heute war es eine ziemlich aktuelle (finde ich), vom Juni 2009. Weshalb ich sie auch gerne mit euch teile.                                                                                                              Sabine

 

in einem Staat, in dem Zustände wie im Schlaraffenland herrschen, wäre Lebenskunst kein besonders gefragter Artikel. Angesichts der Krisen, die in diesen Monaten unsere Länder erschüttern, wäre die Verpflichtung an Jedermann, an einem staatlich verordneten Lehrgang in Sachen Lebenskunst teilzunehmen, vielleicht gar keine so üble Idee. Ein Kurs, in dem den Menschen die Lebensangst genommen wird, indem man sie ermutigt, ohne Rücksicht auf das Geschwätz der sensationslüsternen Medien, ihre Träume zu realisieren. Würde ein ganzes Volk nach einem solchen Lehrgang sein normales Konsumverhalten weiter kultivieren und sich seine Wünsche erfüllen, könnte die Krise gar nicht eskalieren. Aber weil dem Volk an Stelle eines Seminars in Lebenskunst einzig und ausschließlich Lebensangst gepredigt wird, so lange, bis die Gänsehaut nicht mehr weichen will, lösen diese verantwortungslosen Verkünder des Unglücks exakt jene verhängnisvolle Entwicklung aus, die sie für die Zukunft in Aussicht stellen. Weiterlesen

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Ein gläubiger Taoist

ich habe gerade ein bisschen in den TagundTaoheften geblättert – zum Arbeiten ist es zu heiß – und der folgende Artikel von Theo hat mich angesprochen.  Sabine

Ein gläubiger Taoist ist das Gleiche wie ein gläubiger Christ oder ein gläubiger Buddhist. „Aber die Inhalte sind doch verschieden!“ werden Sie einwenden. Stimmt, die Inhalte schon – aber nicht die Methode, mit der ein Mensch gläubig eine Lehre in seinem Leben realisiert. Das Modell von Glaube und Nachfolge ist bekannt. Ein Mensch begegnet einer Lehre, er wird mit ihr durch Propaganda von Tür zu Tür bekannt gemacht, forscht in Büchern und sucht anschließend Gemeinschaften auf, die sie praktizieren oder er gerät durch Zufall auf die Spur einer Religion, die ihn anspricht. Unabhängig davon, wie eine erste Begegnung zustande kommt, die weitere Entwicklung folgt bestimmten Regeln. Falls Sie es schon einmal probiert haben, erinnern Sie sich: Man liefert Ihnen die Geschichte der Religion oder Religionsphilosophie, macht Sie mit den Personalien der Gründergestalt vertraut, vermittelt Ihnen die Botschaften, deren Absender das Höchste ist – und nicht zuletzt werden Sie mit den Spielregeln der Gemeinschaft bekannt gemacht. Sie haben die Wahl, das ganze Bündel des Angebotes anzunehmen und alles zu glauben, was man Ihnen serviert oder Weiterlesen

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